Spezialchemie
Hohe Rohstoffkosten belasten Cognis-Gewinn

Hohe Rohstoffkosten haben beim Spezialchemiekonzern Cognis den Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr schrumpfen lassen. Vor allem die Preise für natürliche Öle und Fette hätten spürbar angezogen, Cognis habe aber auch selbst Preiserhöhungen durchgesetzt, die sich allerdings erst später bemerkbar machten.

HB FRANKFURT. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging im ersten Halbjahr um 1,4 Prozent auf 119 Mill. Euro zurück, wie das Monheimer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stagnierte bei 214 Mill. Euro. Der Umsatz von Cognis, zu deren Kunden unter anderem die Kosmetikbranche, die Nahrungsmittelindustrie sowie Farb- und Lackhersteller gehören, kletterte im ersten Halbjahr um gut drei Prozent auf 1,8 Mrd. Euro.

Unter dem Strich stand aber wegen Sonderabschreibungen für die vorzeitige Ablösung von Anleihen und Verbindlichkeiten im Frühjahr ein Verlust von 17 Mill. Euro, nachdem vor Jahresfrist noch ein Plus von neun Mill. Euro zu Buche stand. Ohne die Sonderbelastungen hätte Cognis 39 Mill. Euro Gewinn geschrieben. Durch die Refinanzierung habe Cognis seine Finanzierungskosten um 74 Mill. Euro im Jahr gesenkt und die Liquidität weiter verbessert, erklärte der Vorstand.

Den Nettogewinn werden die Sonderabschreibungen, die sich auf mehr als 50 Mill. Euro belaufen, aber wohl auch im Gesamtjahr belasten. „Wir schließen nicht aus, dass wir 2007 unter dem Strich rote Zahlen zeigen werden“, sagte Finanzvorstand Klaus Edelmann zu Reuters. Ursprünglich hatte das Unternehmen im laufenden Jahr mit einem kleinen Gewinn gerechnet nach einem Plus von zwei Mill. Euro 2006. Zur operativen Geschäftsentwicklung äußerte sich Edelmann aber optimistisch. „Wir werden ein sichtbares Plus bei Umsatz und operativem Ergebnis sehen.“ 2006 hatte Cognis 3,4 Mrd. Euro umgesetzt und ein Ebitda von knapp 400 Mill. Euro erwirtschaftet.

Das Unternehmen gehört seit 2001 den Beteiligungsfirmen Permira und Goldman Sachs Capital Partners. Dem Vorstand zufolge wollen die Finanzinvestoren Cognis noch mindestens eineinhalb Jahre halten. „Wir kennen keine konkreten Exit-Pläne unserer Investoren“, sagte Edelmann. Cognis könne auch bei möglichen Zukäufen auf die Unterstützung seiner Eigner zählen. Von seinem 50-prozentigen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen mit der in Malaysia ansässigen Plantagen-Firma Golden Hope will Cognis sich dagegen trennen. „Entweder wird das Joint Venture zusammen mit unserem Partner an die Börse gebracht oder wir finden einen strategischen Käufer. Wir verfolgen momentan beide Optionen“, erklärte Edelmann. Cognis stehe aber nicht unter Zeitdruck.

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