Spezialchemiekonzern
Lanxess setzt auf „Krisenkompetenz“

Lanxess hat trotz des Konjunktureinbruchs Ende 2008 seine Ziele im vergangenen Jahr erfüllt. Nun will sich der Spezialchemiekonzern mit einem millionenschweren Sparpaket gegen die Krise stemmen.

DÜSSELDORF. Auch der Leverkusener Spezialchemiehersteller Lanxess berichtet von einem insgesamt guten Jahr 2008, das mit einem schwachen Quartal endete, und einem wenig zuversichtlichen Ausblick für 2009. Doch Lanxess-Chef Axel C. Heitmann sieht sein Unternehmen zumindest besser vorbereitet als die Konkurrenz: „Wir haben in den letzten Jahren konsequent an unserer Kostenstruktur gearbeitet, schlecht positionierte Geschäfte veräußert und die Stabilität unserer Bilanz stets im Auge behalten.“

Durch die konsequente Transformation der 2004 von Bayer ausgegliederten wenig profitablen Chemieaktivitäten in die neu gegründete Lanxess habe das Unternehmen „Krisenkompetenz erworben, die uns jetzt nutzt“, ist Heitmann überzeugt. „Auch wenn uns die momentane Wirtschaftskrise vor zum Teil ganz neue Herausforderungen stellt.“

So hat Lanxess trotz des Einbruchs im vierten Quartal – in den letzten drei Monaten 2008 wurde gut ein Viertel weniger an Menge verkauft als ein Jahr zuvor – den Umsatz insgesamt auf Vorjahresniveau gehalten, ihn bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte sogar um 5,9 Prozent gesteigert. Das Ebitda vor Sondereinflüssen legte auf 721 Mio. Euro leicht zu. Mit einer Ebitda-Marge von elf Prozent hat sich Lanxess zugleich ins Mittelfeld der Gruppe vergleichbarer Chemieunternehmen verbessert, nachdem der Konzern 2004 noch das Schlusslicht war. Unternehmen, die derzeit noch bessere Ergebnisse erzielen, sind beispielsweise BASF (16 Prozent), DSM (14,6) oder Rhodia (11,1). Hinter Lanxess rangieren inzwischen Ciba (10,7), Clariant (9,7) oder Huntman (6,3). Besonders wies Heitmann darauf hin, dass es gelungen sei, diese Profitabilität gegen den Branchentrend zu behaupten: „Damit sind wir vergleichsweise gut gerüstet.“

Lanxess habe sich in den letzten vier Jahren auf die Spezialchemie fokussiert, ein besonderes Augenmerk auf die Wachstumsregionen gelegt und kontinuierliches Kostenmanagement betrieben, erläuterte der Vorstandsvorsitzende des über 15 000 Mitarbeiter zählenden Konzerns die Maßnahmen.

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