Spezialglashersteller
Schott erwartet Gewinnrückgang

Der Mainzer Spezialglashersteller Schott erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Schott könne sich der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht entziehen und schätze das Geschäftsjahr "als schwierig ein", sagte der Vorstandsvorsitzende der Schott AG, Udo Ungeheuer.

HB MAINZ. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hatte im vergangenen Geschäftsjahr bei 289 Mio. Euro gelegen. Der Konzernumsatz soll "relativ stabil" sein und wenigstens das Vorjahresniveau von 2,23 Mrd. Euro erreichen.

Dabei soll unter anderem die boomende Solarsparte Rückgänge in anderen Segmenten ausgleichen. Unabhängig davon schloss Ungeheuer nicht aus, dass die für Teile des Standorts Mainz geltende Kurzarbeit fortgesetzt und ausgedehnt wird. Seit März sind in Mainz rund 140 Beschäftigte der Sparten Optik und Faseroptik in Kurzarbeit.

"Wir haben es zum ersten Mal mit einer wirklich globalen Krise zu tun", sagte Ungeheuer. Nach Angaben des Unternehmens wirkte sich der Absatzrückgang bei wichtigen Kunden wie der Automobil- und Halbleiterindustrie sowie der Optik in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres auf die Auftragseingänge aus. Die Breite der Produktpalette sei aber eine "gute Voraussetzung", um die Krise besser als andere Unternehmen zu bewältigen. Am Standort Jena sollten rund 250 Stellen und in Mainz in diesem und im kommenden Geschäftsjahr insgesamt 135 Stellen entstehen.

Wachstum wird unter anderem für die Solarsparte erwartet, deren Umsatz bereits 2007/08 um rund 70 Prozent auf 482 Mio. Euro gestiegen war. Im Mai will das Unternehmen im US-Bundesstaat New Mexico eine 70 Mio. Euro teure Fertigung für Photovoltaik- Produkte und Bauteile für solarthermische Kraftwerke in Betrieb nehmen. Wann Schott den im Oktober 2008 wegen der Finanzkrise verschobenen Börsengang der Solartochter nachhole, könne derzeit nicht gesagt werden, erklärte Ungeheuer.

Im Geschäftsjahr 2007/08 war Schott wieder in die Gewinnzone gekommen und hatte nach den bereits im Dezember vorgelegten Zahlen einen Überschuss von 182 Mio. Euro verbucht. Im Jahr zuvor hatte es einen Verlust von 51 Mio. Euro gegeben, der nach Firmenangaben auf die Schließung der Sparte Display-Glas zurückging.

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