Spezialglashersteller
Schott ist wieder in der Gewinnzone

Der Spezialglashersteller Schott stellt sich nach der Rückkehr in die Gewinnzone auf ein "schwieriges Jahr" 2009 ein. Im Geschäftsjahr 2007/08 (30. September) lag der Konzerngewinn bei 182 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte es einen Verlust von 51 Millionen Euro gegeben, der nach Firmenangaben auf die Schließung des Bereichs Display-Glas zurückging.

HB MAINZ. 2007/08 stieg der Umsatz um vier Prozent auf 2,23 Milliarden Euro, wie der Vorstandsvorsitzende der Schott AG, Udo Ungeheuer, bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen am Dienstag in Mainz sagte. Als Grund nannte er unter anderem die "dynamische Entwicklung" des Geschäftsbereichs Solar. Wann der im Oktober wegen der Finanzkrise abgesagte Börsengang der Solartochter nachgeholt wird, sagte Ungeheuer nicht.

Das Geschäftsjahr 2008/09 werde "in Summe durchaus schwierig", prognostizierte der Vorstandschef. Er gehe davon aus, dass der Konzern wachsen könne, wenn auch nicht so deutlich wie ursprünglich geplant. Der Konzern sei ganz gut gestartet, spüre beim Auftragseingang aber "in einzelnen Bereichen einen deutlichen Abschwung". Möglicherweise werde Schott die Krise wegen der Breite seiner Produktpalette aber besser meistern als andere.

Während Schott bei der Automobil- und Hausgeräteindustrie eine schwächere Nachfrage erwartet, rechnet das Unternehmen bei Pharmarohr und Pharmaverpackung mit einem stabilen Geschäft und im Bereich Solar mit einem Wachstum auf niedrigerem Niveau. Die Mitarbeiterzahl, die im Konzern um fast 700 auf 17.363 stieg, werde sich stabilisieren oder sogar steigen, sagte Ungeheuer. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg 2007/08 um 22 Millionen Euro auf 289 Millionen Euro. Wechselkursveränderungen schmälerten den Umsatz laut Schott um 50 Millionen Euro.

Der Umsatz der Solarsparte wuchs um rund 70 Prozent auf 482 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vervielfachte sich von 9 Millionen auf 52 Millionen Euro, das Nettoergebnis stieg von 1 Million auf 35 Millionen Euro.

Ein Unternehmen mit diesem Wert in der derzeitigen Situation an die Börse zu bringen, wäre "unverantwortlich", sagte Ungeheuer. Schott habe bei seinen Planungen für 2008/09 den Börsengang ohnehin außen vor gelassen, so dass der Verzicht die Finanzlage nicht verschlechtere. Von den Investitionen, die 2008/09 erneut etwa 300 Millionen Euro betragen sollen, werde "ein großer Anteil" in die Solarsparte fließen. Ungeheuer begrüßte zudem Pläne der EU und der neuen US Regierung, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen.

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