Spezialist für Autokabelsysteme
Leoni leidet unter schwacher Autokonjunktur

Der Nürnberger Autozulieferer Leoni hat im ersten Quartal 2004 einen Gewinneinbruch verbucht. Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet.

HB MÜNCHEN. Als Grund nannte das Unternehmen Vorleistungen für Großprojekte und die schwache Autokonjunktur.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei um 47 Prozent auf 8,6 (Vorjahr: 16,3) Millionen Euro gesunken, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Nürnberg mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 9,9 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz sei um drei Prozent auf 283,8 Millionen Euro gewachsen, teilte das Unternehmen mit. Dies entspricht den Erwartungen der Branchenanalysten.

Der Spezialist für Autokabelsysteme bekräftigte trotz des Gewinnrückgangs seine Prognose, den Jahresüberschuss 2004 auf mindestens 30 Millionen Euro zu steigern. Leoni plane auch weiter mit einem Umsatzanstieg von zehn Prozent im Gesamtjahr, teilte das Unternehmen weiter mit.

Auch im zweiten Quartal werde das Ergebnis deutlich unter Vorjahr liegen, kündigte Leoni an. Erst ab dem dritten Quartal werde sich ein leichtes Plus und im Schlussquartal dann eine deutlicher Zuwachs ergeben. Dann sollen sich mehrere Großprojekte mit der Autoindustrie auszahlen, für die Leoni 2003 hohe Investitionen getätigt und einen Gewinneinbruch hingenommen hatte.

Das Unternehmen rüstet ab diesem Jahr zusätzlich den neuen Opel Astra, die neue A-Klasse von Mercedes und den 1-er BMW mit Bordnetzen aus. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren seine Produktion weitgehend ins Ausland verlegt, wo nun 86 Prozent der Mitarbeiter beschäftigt sind.

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