Spezialmaschinenbauer: Solarkrise reißt Manz mit in die Verlustzone

Spezialmaschinenbauer
Solarkrise reißt Manz mit in die Verlustzone

Der Spezialmaschinenbauer Manz leidet unter der Solarkrise und ist in die roten Zahlen gerutscht. Hätte Manz nicht einen Großauftrag für Smartphone-Displays bekommen, wäre das Minus noch größer ausgefallen
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DüsseldorfDie Solarkrise hat dem Spezialmaschinenbauer Manz im vergangenen Jahr einen hohen Verlust eingebrockt. Wie die Firma aus dem schwäbischen Reutlingen am Donnerstag mitteilte, fiel nach ersten Berechnungen operativ ein Minus von 30,7 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 3,1 Millionen Euro im Vorjahr. 17 Millionen Euro davon seien Abschreibungen unter anderem auf Lagermaschinen sowie Forderungsausfälle chinesischer Kunden.

Die Erlöse brachen um knapp ein Viertel auf 184,1 Millionen Euro ein. Hätte das Unternehmen in seinen anderen Geschäftsbereichen nicht „deutliche Zuwachsraten“ verbucht, wäre der Umsatzrückgang noch stärker ausgefallen. Manz erlöste mit der Solarbranche nur noch 16,4 Millionen Euro, ein Rückgang um knapp 80 Prozent.

Firmenchef Dieter Manz ist angesichts eines Auftragsbestandes von 128 Millionen Euro, bei dem nur knapp fünf Prozent auf die Solarindustrie entfallen, zuversichtlich, 2013 ein zweistelliges Umsatzwachstum zu erreichen und die Ertragskraft zu verbessern. Eine konkrete Prognose wagte er indes nicht. Die vollständige Bilanz will er am 28. März veröffentlichen.

Dank seiner breiten Aufstellung hatte Manz die Solarkrise bislang besser verkraftet als andere Wettbewerber. Haupteinnahmequellen sind inzwischen Anlagen zur Produktion von Displays für Tablet-PCs und Smartphones sowie PCs und Notebooks mit berührungsempfindlichen Bildschirmen. Hier hatte die schwäbische Firma Anfang November einen Großauftrag über 20 Millionen Euro eingeheimst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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