Spielehersteller
Ravensburger verdient überraschend gut

Der Aufbau zahlreicher Marken für einzelne Produktfamilien sei einer der Erfolgsgaranten, sagte Ravensburger-Chef Karsten Schmidt gestern in Stuttgart. Mit Konzepten wie dem „Puzzleball“ oder „Malen nach Zahlen“ sei es im vergangenen Jahr gelungen, den Umsatz in einem rückläufigen Markt um ein Prozent auf knapp 288 Mill. Euro zu steigern.

jojo STUTTGART. Insgesamt sind die Einnahmen der Branche in Deutschland vergangenes Jahr um zwei Prozent gesunken. Schon in den Jahren davor ging es regelmäßig bergab. Deutlich stärker als der Umsatz stieg bei Ravensburger der Gewinn. Weil die Firma Rückstellungen auflösen konnte, kletterte der Gewinn um 2,8 Mill. Euro auf 29,1 Mill. Euro.

„Das Problem der Branche ist, dass sich die Kinder immer früher von traditionellem Spielzeug abwenden“, sagt Jürgen-Michael Gottinger von der Münchener Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner. Schon in der Grundschule würden sich die Kinder lieber mit PCs und Handys beschäftigen.

Ravensburger konnte sich dem Trend offenbar entziehen. Denn vor allem Beschäftigungsspiele sorgten für zusätzliche Einnahmen des schwäbischen Traditionsunternehmens. Darüber hinaus florierte auch das Geschäft mit Kinder- und Jugendbüchern. Im laufenden Jahr profitiert Ravensburger von der Fußball-Weltmeisterschaft. Produkte rund um die WM sollen für zehn Mill. Euro Umsatz sorgen. Vor allem die Puzzlebälle in der Bemalung aktueller und historischer WM-Bälle kommen bei den Kunden gut an.

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