Spielraum für Akquisitionen
Lanxess plant Zukäufe

Lanxess hat den härtesten Teil seines Sanierungsprogramm überstanden und plant nun wieder Zukäufe. Konzernchef Heitmann klopfte am Donnerstag auf einen gut gefüllten Geldbeutel, der für „kleinere bis mittelgroße“ Transaktionen zur Verfügung steht.

HB LEVERKUSEN. Nach den harten Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre plant der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess jetzt wieder Zukäufe. „Wir wollen in die Rolle eines aktiven Players auf dem globalen Chemiemarkt hineinwachsen. Dafür haben wir in den vergangenen fast zwei Jahren das Fundament gelegt“, kündigte Konzernchef Axel Heitmann am Donnerstag in Leverkusen an.

Lanxess habe einen Spielraum von „deutlich über 1,5 Mrd. Euro“ für eventuelle Akquisitionen, sagte Finanzvorstand Matthias Zacher. Lanxess peile jetzt Zukäufe für bestehende Geschäfte an. Dabei stünden kleinere bis mittelgroße Aktivitäten im Blickpunkt. Der Konzern liebäugele dabei gleichermaßen mit Zukäufen für bestehende Geschäfte, als auch mit dem Einstieg in neue Produkte und Märkte. „Wir werden uns dort engagieren, wo wir unsere Kompetenzen nutzen können und wo für das Unternehmen als Ganzes zusätzliche Wertschöpfung entsteht“, sagte Heitmann.

Ohne die Kreditwürdigkeit zu verspielen, könne Lanxess zusätzliche Mittel von bis zu 1,5 Milliarden Euro aufnehmen. Mit weiteren Finanzierungsinstrumenten könne der Spielraum für Zukäufe aber auch auf deutlich über 1,5 Milliarden Euro ausgeweitet werden.

Die operative Rendite vor Sondereinflüssen gemessen am Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle 2009 den Branchendurchschnitt erreichen, teilte Lanxess am Donnerstag in Leverkusen mit. 2005 habe bei vergleichbaren Unternehmen die Profitablität bei zwölf bis 14 Prozent gelegen. Lanxess kam vergangenes Jahr auf eine operative Rendite von 8,1 Prozent. Alle Lanxess-Geschäftsbereiche sollen 2009 mindestens eine Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen von fünf Prozent erwirtschaften.

Das ehemalige Tochterunternehmen des Bayer-Konzerns, in das die Leverkusener ihre eher margenschwachen Chemie- und Kunststoffgeschäfte ausgelagert hatten, hatte in den vergangenen zwei Jahren insgesamt vier Restrukturierungsprogramme gestartet. Sie sollen ab 2009 zu jährlichen Einsparungen in Höhe von insgesamt 260 Mill. Euro führen. Dann soll nach den Plänen des Managements auch die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen das durchschnittliche Niveau der Konkurrenz auf dem Weltmarkt erreicht haben.

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