Spielraum für höhere Stahlpreise
Arcelor legt Rekordergebnis vor

Europas größter Stahlkonzern Arcelor hat einen höher als erwarteten Gewinn im zweiten Quartal erwirtschaftet. Die weltweite Nummer Zwei der Branche zeigte sich zudem zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf.

HB LUXEMBURG. Das Ergebnis werde 2005 über dem des Vorjahres liegen, sagte Vorstandschef Guy Dolle am Donnerstag in Luxemburg. Er sehe nach dem Preisrückgang in den vergangenen Monaten sogar wieder Spielraum für eine Anhebung der Stahlpreise.

Der Manager äußerte sich zufrieden über den Verlauf des zweiten Quartals. „Dies sind sehr gute Zahlen, die besten, die Arcelor jemals erreicht hat“, sagte er. Dolle begründete die Zuwächse mit der Anhebung der Stahlpreise und dem Geschäft in Lateinamerika. Der Überschuss kletterte gegenüber dem Vorquartal von 934 Mill. € auf 1 Milliarde Euro. Beim Umsatz verbuchte das Unternehmen einen Zuwachs auf 8,62 (Vorquartal: 8,14) Mrd. €. Der Betriebsgewinn sank allerdings von 1,39 auf 1,26 Mrd. €.

Die hohen Lagerbestände bei den Kunden, die zu einem Nachfragerückgang geführt hatten, seien mittlerweile abgebaut. Es gebe die Chance für eine leichte Anhebung der Preise im vierten Quartal, sagte Dolle. Wie seine Wettbewerber Thyssen-Krupp und Salzgitter hatte Arcelor die Produktion gedrosselt, um die Stahlpreise stabil zu halten. Auch im laufenden Quartal werde die Produktion gesenkt, sagte Dolle.

Arcelor ist durch die Fusion der Stahlkonzerne Arceralia (Spanien), Arbed (Luxemburg) und Usinor (Frankreich) entstanden. Nach Mittal Steel belegt das Unternehmen Rang zwei auf der Liste der größten Stahlproduzenten.

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