Spielwaren: Märklin – der Audi der Spielwarenbranche?

Spielwaren
Märklin – der Audi der Spielwarenbranche?

Nach der überstandenen Pleite geht es für Märklin bergauf. Jetzt bietet Bobby-Car-Hersteller Simba Dickie für die Modellbahn. Schafft die Traditionsmarke die Rückkehr in die Kinderzimmer – oder ist der Zug abgefahren?
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DüsseldorfWer Märklin-Chef Stefan Löbich fragt, was er im kommenden Jahr mit dem Modellbahn-Primus vorhabe, bekommt ein energisches „Viel“ entgegen geschmettert. Seit Anfang November ist bekannt, dass sich Bobby-Car-Hersteller Simba Dickie aus Fürth für Märklin interessiert und plötzlich ist Märklin wieder da: Alle wollen wissen, wie es mit der Traditionsmarke aus Göppingen am Fuße der schwäbischen Alb weiter geht und ob es mit einem neuen Eigentümer gelingt, Modelleisenbahnen wieder in Kinderzimmern kreisen zu lassen. Ist der Spielzeughersteller Simba-Dickie mit seinen erfolgreichen Marken Schuco, Eichhorn und Dickie-Toys der ideale Partner, um der leicht angestaubten Marke Märklin neuen Glanz zu verleihen? Und kann Märklin im Zeitalter von Gameboy von Playstation Kinder für sich begeistern? Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, doch der Weg ist noch lang.

Märklin muss sich mehr trauen

Der Lokhersteller hat eine wilde Fahrt hinter sich. 2009 rutschte der Mittelständler in die Pleite. Insolvenzverwalter Michael Pluta griff hart durch, verkleinerte die Führungsriege, strich Bonuszahlungen. Zu lange hatten sich die Gesellschafter bereichert und die Belange des Unternehmens aus dem Blick verloren. 400 Mitarbeiter mussten gehen. Die Maßnahmen griffen.

2011 setzte Märklin wieder fast 109 Millionen Euro um und machte 12,3 Millionen Euro Gewinn. 2012 soll es ähnlich gut laufen. Auch diese Weihnachten werden tausende der Starterkits „My World“, die Märklin seit 2011 anbietet, unterm Baum gelegen haben. Im ersten Jahr verkauften sich die Einsteigersetsinsgesamt mehr als 100.000 Mal – dafür brach Märklin sogar mit seiner Tradition und bot die erste Bahn für Kinder ab drei Jahren nicht nur im Fachhandel, sondern auch bei Discountern an.

Will Märklin dauerhaft erfolgreich sein, muss sich der Modellbahnbauer jedoch noch mehr trauen, glaubt Peter Pirck von der Brandmeyer Markenberatung: "Märklin ist eine Marke, aus der man was machen kann. Es ist aber noch viel an Modernisierung und Eingehen auf veränderte Konsumentengewohnheiten nötig."

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  • @BalouBärchen, immer wieder schön wenn man(n) auf soooo viel Political Correctness stösst. Statistisch hat @Bahner zu 90% recht. Haben sie Mut und bleiben sie die Stimme der 10% Minderheit und der Sprecher der unterdrückten Frauen ohne Stimme.

  • Ich hab mir die Antwort lange überlegt - aber der hier gepostete Kommentar war mir dann doch zu dumpf, um ihn unkommentiert zu lassen. Frauen auf Schuhe zu reduzieren gehört ja wohl ins vorvorherige Jahrhundert - auch Männer wissen heute gutes Schuhwerk zu schätzen, manche sogar in bestimmten Situationen Pumps oder Thigh-Highs... ebenso wie sich heute gleichberechtigt Frauen für technisches Spielzeug oder gar - man will es ja kaum glauben - für technische Berufe interessieren und diese sogar ausüben. Ja, ich selbst bin oft mit Flugzeugen geflogen, die von einer Frau auf dem linken Sitz geflogen wurden und ja, ich fühlte mich absolut sicher dabei. Ich finde es wunderbar, wenn ich mich heute mit einer Frau über technische Details einer Eisenbahn, eines Kfz oder eines Flugzeugs austauschen kann und ich von ihr dabei noch lernen kann.

  • Der Artikel stammt wohl von einer Frau?

    Märklin ist kein Spielzeughersteller, sondern ein Produzent naturgetreuer Modelle des Eisenbahnwesens.

    Ein sehr teures Hobby.

    Märklin Modelleisenbahnen findet man daher auch nicht in Kinderzimmern auf dem Teppichboden, sondern überwiegend als kunstvoll (über Jahre gestaltete) naturgetreue Abbildungen der Realität. Ein Modell gewordenes Stück Zeitgeschichte, sozusagen.

    Sowas wird eine Frau wohl nie verstehen. So wie Männer es nie verstehen werden, wie man sich an irgendwelchen Fußlatschen ergötzen kann.

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