Spielwarengruppe
Vedes sucht dringend Partner

Europas größte Einkaufsvereinigung von Spielwarenhändlern, Vedes, steht unter Druck. Seit Jahren muss sie einen Mitgliederschwund verkraften. Darüberhinaus schrumpft auch die Zahl der angeschlossenen Geschäfte. Den anhaltenden Abwärtstrend will die Spielwarengruppe durch die Zusammenarbeit mit anderen Verbundgruppen stoppen.

NÜRNBERG. „Wir sind offen für strategische Allianzen mit Partnern, die das Sortiment erweitern“, sagte am gestrigen Mittwoch Vedes-Chef Thomas Märtz in Nürnberg. Darüber hinaus sei seine Vereinigung mit ausländischen Spielwarenhändlern im Gespräch, um ihre Dienstleistungen jenseits der Grenze anzubieten.

Vedes steht massiv unter Druck. Seit Jahren muss die Vereinigung selbstständiger Spielwarenhändler einen Mitgliederschwund verkraften. Zudem schrumpft die Zahl der angeschlossenen Geschäfte. Vor fünf Jahren trugen noch etwa 2 000 Läden das blaue Logo des mehr als 100 Jahre alten Unternehmens. Inzwischen sind es nur noch 1 200.

Das schlägt sich auch im Umsatz nieder. Vergangenes Jahr erwirtschafteten die Vedes-Läden 520 Mill. Euro, etwa fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit schnitt Vedes schlechter ab als der gesamte deutsche Spielwarenmarkt, der ein Minus von zwei Prozent verkraften musste.

Mit dem sinkenden Umsatz fehlt den Franken zunehmend auch die Einkaufsmacht. Deshalb setzt Vedes-Chef Märtz auf Partnerschaften. Zwei solcher Allianzen laufen bereits. Mit dem Fachhandelsverbund Idee + Spiel hat Vedes die Toy Alliance ins Leben gerufen, um gemeinsam bei den Herstellern zu ordern.

Daneben hat sich Vedes mit Ardek verbündet, der Arbeitsgemeinschaft der Kinderausstatter. Beide Unternehmen arbeiten ebenfalls beim Einkauf zusammen. Ausländische Verbundgruppen wollen die Nürnberger jetzt mit ihrer hoch spezialisierten IT, Dienstleistungen rund um die Ausstattung der Läden sowie mit Größenvorteilen im Einkauf locken.

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