Spielzeughersteller
Blei im Spielzeug – Mattel muss Millionenstrafe zahlen

Es ist die höchste Strafe, die je gegen einen Spielzeughersteller verhängt worden ist: Der US-Spielzeugkonzern Mattel Inc. und sein Tochterunternehmen Fisher Price müssen wegen ihres mit Blei belasteten Spielzeugs aus China 2,3 Mio. Dollar, umgerechnet 1,7 Mio. Euro, Strafe zahlen.

HB WASHINGTON. Darauf verständigte sich der Konzern nach einem Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg am Freitag mit der US- Verbraucherschutzkommission CPSC. Die bislang höchste von der Kommission gegen einen Spielzeughersteller verhängte Strafe umfasse 95 Spielzeugmodelle, vom Zubehör für Barbie-Puppen bis zum Plastikauto, sagte CPSC-Sprecher Scott Wolfson.

"Diese Strafe soll den Spielzeugherstellern als Hinweis dienen, dass die CPSC der Sicherheit der Kinder verpflichtet ist", erklärte der Vorsitzende der Kommission, Thomas Moore.

Mattel und Fisher Price hatten den Angaben zufolge von September 2006 bis August 2007 mehr als zwei Mio. Spielzeuge mit erhöhtem Bleigehalt aus China importiert. Nach Bekanntwerden der Schwermetall-Belastung hatte der Konzern weltweit Rückrufaktionen gestartet.

Dabei hat der weltgrößte Spielwarenhersteller noch ganz andere Probleme. Mattel leidet unter dem schwindendem Erfolg seines Puppen-Klassikers und einem zuletzt schwachen internationalen Geschäft. Der Gewinn brach in dem wegen der Weihnachtserlöse wichtigen Schlussquartal 2008 um 46 Prozent auf 176 Mill. Dollar ein. Der Umsatz fiel - auch aufgrund negativer Währungseffekte – um elf Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar (1,5 Mrd Euro). Mattel sei gegen die Wirtschaftskrise nicht immun, sagte Konzernchef Robert Eckert am Montag im kalifornischen El Segundo. Das Unternehmen konzentriere sich daher 2009 auf Einsparungen. Amerikas Einzelhandel hatte diesmal sein schlechtestes Weihnachtsgeschäft seit Jahrzehnten erlebt.

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