Spielzeugindustrie
Bauklötze bringen Lego steigende Gewinne

Bei Lego staunt man derzeit Bauklötze: Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise hat der dänische Spielzeugkonzern mit seinen Bauklötzen Gewinn und Umsatz massiv gesteigert.

STOCKHOLM. Die globale Wirtschaftskrise ist noch nicht im Kinderzimmer angekommen: Europas größter Spielzeughersteller, der dänische Lego-Konzern, hat im Krisenjahr 2008 sowohl seinen Gewinn als auch den Umsatz deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern können. Der Vorsteuergewinn stieg gegenüber 2007 um rund 30 Prozent auf 1,9 Mrd. Kronen (248,4 Mio. Euro). Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 9,5 Mrd. Kronen.

„Unser Ergebnis 2008 war außergewöhnlich gut“, sagte der Chef des Familienunternehmens, Jørgen Vig Knudstorp. Überraschend war auch seine optimistische Prognose für das laufende Jahr. „Den düsteren wirtschaftlichen Aussichten zum Trotz fühlen wir uns gut gerüstet, auch 2009 zu wachsen“, sagte er am Firmensitz in Billund und unterstrich, dass der Januar-Absatz seine Zuversicht stütze. Dennoch rechnet auch Lego im laufenden Jahr wegen der Weltwirtschaftskrise nur noch mit einem „moderaten Wachstum“.

Die Zahlen des weltberühmten Bauklötzchen-Produzenten überraschten. Das nicht an der Börse notierte Unternehmen war erst vor fünf Jahren in eine tiefe Krise geschlittert und musste sich von seinen Freizeitparks trennen. Auch wurde ein Großteil der Produktion von Dänemark und der Schweiz in Niedriglohnländer wie Tschechien und Ungarn ausgelagert. In diesem Jahr will Lego eine weitere eigene Fabrik in Mexiko bauen.

Der Konzern wuchs im abgelaufenen Jahr auf allen Märkten. Und das, obwohl der globale Spielwarenmarkt im vergangenen Jahr leicht geschrumpft ist. Die Lego-Konkurrenten wie die schwedische Brio und der US-Riese Mattel mussten zum Teil deutliche Gewinneinbußen verkraften. Während der Nettoertrag von Mattel von umgerechnet 467,2 Mio. Euro 2007 auf 295,6 Mio. Euro im vergangenen Jahr sank, schrieb Brio, der Hersteller der kleinen Holzeisenbahnen, mit einem Minus von umgerechnet 6,4 Mio. Euro 2008 tiefrote Zahlen.

Diese Krisenzeiten scheint Lego dagegen hinter sich gelassen zu haben. Besonders erfolgreich waren die Lego-Produkte in den USA und England. Am besten verkauften sich klassische Bausätze wie Lego City. Doch auch die Figuren aus der Star-Wars-Welt und den Indiana-Jones-Filmen halfen dem Umsatz auf die Sprünge.

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