Spirituosenhändler
Berentzen macht wieder Millionenverluste

Ein "sehr trauriges Ergebnis" musste der emsländische Spirituosenhaus Berentzen vermelden. Einer der größten Händler mit Hochprozentigem in Deutschland wird auch 2005 erneut Verluste einfahren.

HB HASELÜNNE. Er erwarte einen Konzern-Jahresfehlbetrag in einer Höhe, die sich „deutlich unter der zweistelligen Millionenmarke bewegt“, bevor 2006 wieder die Gewinnzone erreicht werden soll, sagte der Vorstandssprecher der Berentzen-Gruppe AG, Jan Berentzen, am Donnerstag auf der Hauptversammlung. 2004 war ein Fehlbetrag von 13,8 Millionen Euro bei einem Konzernumsatz von 180,1 Millionen Euro (ohne Branntweinsteuer) erzielt worden. Die Anteilseigner mussten für das vergangene Jahr auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.

Aktionärsvertreter attestierten Berentzen eine „katastrophale Geschäftslage“ und ein „sehr trauriges Ergebnis“. Sie forderten das Stimmrecht für Vorzugsaktien. Bisher sind bei Berentzen nur die im Familienbesitz befindlichen Stammaktien stimmberechtigt. Aufsichtsratsvorsitzender Theo Spettmann erteilte der Forderung eine Absage. „Wir sollten froh sein, dass unser Unternehmen noch von den Gründern getragen wird“, sagte er.

Vorstandssprecher Berentzen kündigte an, neben der stärkeren Ausrichtung auf den Handel mit internationalen Premium-Spirituosen wie den schottischen Single-Malt-Whisky „Bunnahabhain“ oder den norwegischen „Linie“-Aquavit auch die klassischen Marken wieder stärken zu wollen. Berentzen-Korn oder „Bommerlunder“ trügen weiterhin massiv zu Umsatz und Ergebnis bei. Dies werde nach der abgeschlossenen Umstellung des Vertriebs von Agenturen auf eigene Handelsvertreter stärker berücksichtigt.

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