Spirituosenhersteller
Pernod Ricard verkauft Whiskey an Campari

Na dann prost: Der weltweit zweitgrößte Spirituosenhersteller Pernod Ricard verkauft seine Whiskey-Marke „Wild Turkey“ und weitere Marken an die Campari-Gruppe. Doch das reicht Pernod offenbar noch nicht, um wieder richtig flüssig zu werden.

HB PARIS. Das 575 Millionen Dollar schwere Geschäft solle am 30. Juni abgeschlossen werden, teilte Pernod Ricard am Mittwoch in Paris mit. Neben der Whiskey-Marke „Wild Turkey“ gingen auch auch der Likör „American Honey“ , eine Destillerie im US-Bundesstaat Kentucky und Bourbon-Vorräte an Campari.

Der Verkauf steht vor dem Hintergrund der Übernahme des schwedischen Staatsunternehmens Vin & Spirit mit dem Flaggschiff Absolut Vodka. Um nicht zu mächtig zu werden, musste sich der Konzern verpflichten, andere Marken zu verkaufen. 60 Prozent des Programms seien nun abgeschlossen, teilte Pernod Ricard mit.

Zugleich kündigte der Konzern am Mittwoch eine geplante Kapitalerhöhung um eine Milliarde Euro an. Mit dem frischen Kapital solle unter anderem ein Großteil des Refinanzierungsbedarfs bis 2013 gedeckt werden. Die Aktie des Unternehmens fiel bis zum Nachmittag in Paris um rund sechs Prozent.

Für das Ende Juni 2009 endende Geschäftsjahr erwartet Pernod Ricard erstmals einen Überschuss aus dem laufenden Geschäft von rund einer Milliarde Euro. Das setzt eine zweistellige Steigerung voraus. Nach dem Expansionskurs der vergangenen Jahre will sich der Konzern künftig auf organisches Wachstum und auf den Schuldenabbau konzentrieren.

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