Spitzenreiter im Umsatz- und Wertwachstum wachsen nicht nur mit dem Rückenwind der Märkte
Wachstum kommt primär von innen

Starkes, stabiles Wachstum ist der entscheidende Treiber der Aktienkurse. Dies hat eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney ergeben, die das Handelsblatt in den vergangenen zwei Wochen vorstellte.

DÜSSELDORF. Jahrelang gab Jack Welch, der legendäre Chef von General Electric, an seine Konzernunternehmen die Lebensregel aus: „Seid die Nummer eins oder zwei im Markt – oder scheidet aus dem Markt aus.“ In seinen letzten Jahren als Chief Executive Officer des Unternehmens mit dem größten Kurswachstum aller Zeiten änderte Welch jedoch die Devise: „Definiert euren Markt so, dass ihr zehn Prozent Marktanteil habt – und setzt dann auf aggressives Wachstum.“

Übersicht zu den Wachstumstreibern

Aggressives Wachstum ist auch das dominante Thema aller neun Branchenanalysen, die das Handelsblatt in den vergangenen zwei Wochen vorstellte. Dies geschah auf Basis einer weltweiten Untersuchung der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Daten von knapp 30 000 Unternehmen aus 15 Jahren flossen ein, die 98 Prozent der Weltmarktkapitalisierung abdeckten.

Die Studie zeigt: Starkes, stabiles Wachstum ist der entscheidende Treiber der Aktienkurse. Während statistische Finanzkennzahlen lediglich 22 Prozent der Aktienkursentwicklung eines Unternehmens erklären können, sind 78 Prozent des Shareholder Value auf das Wachstum des Umsatzes zurückzuführen.

Dabei lag über alle untersuchten Unternehmen das Umsatzwachstum – einschließlich Konsolidierung – im Schnitt über alle Branchen bei 9,9 Prozent und das durchschnittliche Wachstum des Unternehmenswertes bei sieben Prozent.

Fast die Hälfte aller Unternehmen, nämlich 47 Prozent, blieben unter diesen beiden Werten. Dabei gelang es 14 Prozent der Unternehmen – den „Simple growers“ –, ihr Umsatzwachstum über die Durchschnittsmarke von 9,9 Prozent pro Jahr zu treiben. In ihrem Wertwachstum blieben sie aber hinter dem Schnitt aller anderen zurück.

Häufiger kam der umgekehrte Fall vor: 19 Prozent der Unternehmen qualifizierten sich als „Profit Seeker“, erreichten also bei unterdurchschnittlichem Umsatzwachstum ein Wertwachstum, das über dem Schnitt von sieben Prozent lag.

Den Idealfall, nämlich ein Wachstum, das sowohl bei Umsatz als auch Unternehmenswert über dem Schnitt lag, konnten nur 20 Prozent der Unternehmen erreichen: A.T. Kearney nennt sie „Value Grower“.

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