Sponsoring
Im Fußball läuft es rund für Conti

Der niedersächsische Autozulieferer und Reifenhersteller Continental will nach den positiven Erfajhrungen seines Sponsoring-Engagements bei der WM 2006 in Deutschland die Fußball-WM 2010 in Südafrika nutzen, um seine Position auch außerhalb von Europa weiter zu verbessern.
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HAMBURG. Conti ächzt unter Problemen: Absatzkrise in der Automobilindustrie, rote Zahlen in wichtigen Geschäftsfeldern, fast zehn Mrd. Euro Schulden bei den Banken. Ordentliche Gewinne lieferten zuletzt nur die Reifensparten ab. Conti rangiert weltweit als Nummer vier unter den Reifenkonzernen. So stark die Premiummarke Continental in Europa ist, so groß ist der Nachholbedarf in anderen Regionen.

Diese Ungleichheit will das Unternehmen durch sein Fußballsponsoring beheben. Der Erfolg lässt sich, zur Freude der zahlenverliebten Conti-Manager, messen - und das Engagement rechnet sich. "Seit 2003 hat sich unser Image kontinuierlich verbessert", sagte der für das Fußballsponsoring zuständige Pkw-Reifenvorstand Nikolai Setzer dem Handelsblatt. "Die Aufmerksamkeit haben wir je nach Landumfünf bis zehn Prozent gesteigert. Auf anderen medialen Wegen wäre das erheblich teurer gewesen."

Die Fußball-WM 2006 in Deutschland hatte dabei einen so großen internationalen Effekt wie noch keine WM zuvor. Die Hannoveraner stellten in allen Märkten deutliche Fortschritte fest. Aus Setzers Sicht verbindet Fußball "den Bekanntheitsgrad der Marke mit einem überaus positiven Image in der Breite". Das wirkt nicht nur bei Männern: Durch das Public Viewing, die Live-Übertragung auf öffentlichen Plätzen, erreicht das Unternehmen viele Frauen - und die entscheiden zunehmend auch über den Reifenkauf.

Die WM vor drei Jahren verbucht Conti als Erfolg. "Als Sponsor hat das Ereignis uns in den beabsichtigten Regionen vorangebracht: vor allem in Spanien und Italien, aber auch in Osteuropa, Russland und Südamerika", sagt Setzer. In Brasilien sind die Deutschen mit einer Produktion von vier Millionen Reifen zudem parallel ein bedeutender Arbeitgeber geworden.

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