Sportartikel
Fußball-WM beschert Adidas ein goldenes Quartal

Adidas hat dank der Fußball-Weltmeisterschaft im zweiten Quartal deutlich mehr umgesetzt und verdient als vor einem Jahr. Deswegen hob der größere der Herzogenauracher Sportartikelhersteller seine Prognose für das Gesamtjahr deutlich an.

HB HERZOGENAURACH. Der Umsatz sei um 60 Prozent auf 2,43 Mrd. Euro gestiegen, teilte Adidas am Mittwoch mit. Unter dem Strich blieb mit 82 Mill. Euro 24 Prozent mehr Gewinn als vor einem Jahr. Damit übertraf Adidas die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt bei einem Umsatz von 2,37 Milliarden Euro einen Gewinn von 74 Millionen Euro erwartet hatten. Die Schätzungen für den Überschuss lagen wegen der Kosten für die WM jedoch weit auseinander.

Der Auftragsbestand der Marke Adidas legte per Ende Juni um sechs Prozent zu. Auf Grund der höheren Marketingkosten für die Fußball-WM ging die operative Marge der Adidas-Gruppe ohne den kürzlich zugekauften US-Hersteller Reebok aber um 0,4 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent zurück. Damit schnitt Adidas aber deutlich besser ab als Puma, der kleinere der beiden Herzogenauracher Sportartikelhersteller. Wegen der Ausgaben für die WM und für neue Produkte hat Puma im zweiten Quartal mit 50 Millionen Euro knapp 15 Prozent weniger verdient als vor einem Jahr.

Für das Gesamtjahr rechnet Adidas auf Grund des WM-Schubs und der Einbeziehung von Reebok mit einem „kräftigen“ zweistelligem Umsatzplus. Ohne Reebok werde Adidas zwischen zehn und zwölf Prozent mehr umsetzen, für die gesamte Gruppe werde ein Umsatzwachstum von 40 Prozent angepeilt. Adidas geht weiter von einer Gewinnsteigerung um einen zweistelligen Prozentsatz auf annähernd 500 Millionen Euro aus. Reebok werde sich positiv auf das Nettoergebnis auswirken. Allerdings werde der Umsatz mit Produkten der Marke sinken, und zwar im mittleren einstelligen Bereich.

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