Sportartikel-Hersteller
Adidas will Erzrivalen in China abhängen

Der deutsche Sportartikel-Hersteller Adidas will in China bereits im kommenden Jahr Marktführer Nike überrunden. Momentan liegen die Rivalen im rasant wachsenden Geschäft in der Volksrepublik mit einem Marktanteil von jeweils 35 Prozent gleichauf. Adidas hofft auf einen Umsatzsprung durch die Olympischen Spiele in Peking.

PEKING. „Wir werden im Jahr 2008 in China die Nummer Eins sein – daran gibt es keinen Zweifel“, sagte Wolfgang Bentheimer, China-Chef von Adidas dem Handelsblatt in Peking.

"Adidas ist aber momentan die am schnellsten wachsende Sportartikelmarke in China“, sagte Bentheimer. Bis zum Jahresende soll es in der Volksrepublik 4 000 Adidas-Läden geben. Bentheimer: "Wir eröffnen momentan jeden Tag zwei Verkaufsstellen in China und dieses Tempo wird sich 2008 auf keinen Fall verlangsamen.“ Bis 2010 soll es mindestens 5 000 Adidas-Läden in China geben.

China gilt als der große Zukunftsmarkt der Sportartikelbranche. Im Jahr 2010 werden nach Angaben der Sportbehörden in Peking 500 Millionen Chinesen aktiv Sport treiben – ein neues Heer von Kunden für Sportschuhe, Trikots und Trainingsanzüge. China wird dann hinter den USA der zweitgrößte Absatzmarkt der Welt bei Sportartikeln sein. Denn immer mehr Chinesen haben genug Geld, um in ihrer Freizeit Fitness zu betreiben und sich dafür die entsprechende Kleidung zu kaufen.

Dennoch werde der China-Absatz von vielen Branchen überschätzt, warnt der Investmentbanker und China-Experte Andy Xie: "China wird nie zu einer vom Konsum getriebenen Wirtschaft werden.“ Gerade Marken wie Adidas, die in China als teuer und modern gelten, hätten es da schwer. Zumal chinesische Billiganbieter auf den Markt drängen.

Die in China beliebte deutsche Marke hat bereits in 650 chinesischen Städten Geschäfte, die meist im Franchise-System betrieben werden. In den kommenden Jahren sei vor allem eine Expansion in kleinere Orte geplant, sagte Bentheimer. Ziel des Konzerns, zu dem seit einem Jahr auch die Marke Reebok gehört, sei es, mit seinen Marken in China bis zum Jahr 2010 ein Umsatz von einer Milliarde Euro zu machen.

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