Sportartikel-Konzern setzt auf High-Tech-Laufschuh für 300 Dollar und richtet mehr eigene Geschäfte ein
Adidas kämpft um Anschluss in den USA

Die Adidas-Salomon AG braucht in den USA dringend Erfolge. Doch der größte Hoffnungsträger des Herzogenauracher Konzerns wird auf dem wichtigsten Sportartikel-Markt der Welt frühestens 2005 nennenswerte Umsätze bringen: Der neue Adidas 1, der erste Laufschuh mit eingebautem Computerchip, kommt erst zum Jahresende in die Läden. Mit dem High-Tech-Schuh will das Unternehmen seine Innovationskraft beweisen und gegenüber dem mächtigen Konkurrenten Nike Inc. Boden gutmachen.

je PORTLAND. Adidas hat sich in jüngster Zeit schwer getan auf einem von Modetrends und Preisnachlässen geprägten Markt. Nike hat schon früh spätere Weltstars wie den Basketballer Michael Jordan und den Golf-Profi Tiger Woods unter Vertrag genommen. Mit aggressiver Werbung für innovative Sportschuhe ist es dem Weltmarktführer gelungen, die Marke zum Modeartikel für Teenager zu machen. Dagegen tritt Adidas seit Jahren auf der Stelle und kämpft mit dem Image eines hausbackenen Sportausrüsters. „Wir haben die Probleme nicht erst seit 2003“, räumte Konzernchef Herbert Hainer jüngst ein. Er erwartet, dass der US-Umsatz in Euro 2004 auf Vorjahreshöhe bleibt oder leicht wächst.

Adidas hat in Amerika aber nicht nur mit eigenen Fehlern zu kämpfen. Zuletzt schwächelte der gesamte Sportschuhabsatz. Die führende Einzelhandelskette Foot Locker meldete Ende vergangener Woche einen stagnierenden Umsatz und sinkende Gewinne; die Aktienkurse der großen Sportschuhmarken bröckeln.

Vor diesem Hintergrund fragen sich Branchenbeobachter, ob der Adidas 1 wirklich für den erhofften Durchbruch sorgen wird. Mit dem stolzen Preis von 300 Dollar rangiert der in China gefertigte Schuh auch in den USA in der Luxusklasse. Außerdem ist er im ersten Jahr nur in Spezialgeschäften und eigenen Adidas-Läden zu bekommen.

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