Industrie

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Sportartikel: Nike spart und setzt 1 400 Mitarbeiter vor die Tür

Die Zeiten der schier ungebremsten Expansion sind nun auch bei Nike vorbei. Der größte Sportkonzern der Welt erwägt, 1 400 Stellen zu streichen.

Auf großem Fuße: In der NBA ist Nike eine Legende - aber jetzt muss der Konzern sparen. Foto: AP Quelle: ap
Auf großem Fuße: In der NBA ist Nike eine Legende - aber jetzt muss der Konzern sparen. Foto: AP Quelle: ap

MÜNCHEN. Das wären vier Prozent der 35 000 Beschäftigten des US-Konzerns. Nike-Chef Mark Parker nannte aber gestern noch keine Details zu den möglichen Kürzungen. Eine Entscheidung zur Restrukturierung soll es demnach spätestens Ende Mai geben, wenn das laufende Geschäftsjahr endet.

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Nike reagiert mit den Plänen auf die Wirtschaftskrise, die vor allem das Geschäft auf dem Heimatmarkt USA beeinträchtigt. Amerika war im abgelaufenen Quartal die einzige Region, in der die Erlöse von Nike nicht gewachsen sind. Im Rest der Welt lief es zuletzt noch gut für die Marke von der amerikanischen Westküste. Der Gewinn stieg im Ende November abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal vor allem dank der Erfolge in Europa und Asien um neun Prozent auf 391 Mio. Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf knapp 4,6 Mrd. Dollar.

Nike steht mit dem Stellenabbau nicht alleine da. Der fränkische Sportartikelkonzern Adidas greift derzeit bei seiner angeschlagenen US-Tochter Reebok durch. Etwa 300 Mitarbeiter in Nord- und Südamerika müssen das Unternehmen verlassen, teilte Adidas Anfang des Jahres mit. Der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt begründete den Stellenabbau unter anderem mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Ziel sei es, Reebok durch den Einschnitt "schlanker, flexibler und profitabler" zu machen. Auch in der Golfsparte von Adidas fallen Stellen weg.

Adidas hatte Reebok vor drei Jahren für gut drei Mrd. Euro übernommen. Bis heute ist die Marke von der amerikanischen Ostküste aber nicht richtig in Fahrt gekommen. Noch liegen keine Zahlen für das vierte Quartal vor. Doch in den ersten neun Monaten 2008 hat die Firma einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen und kaum Geld verdient. Adidas-Chef Herbert Hainer hat sich wiederholt unzufrieden über die Entwicklung der Tochter geäußert.

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