Sportartikelhersteller mit Quartalszahlen
Puma findet alte Form wieder

Der Sportartikelkonzern Puma ist im Weihnachtsgeschäft zu alter Form aufgelaufen. Nach einem eher schleppenden Jahresverlauf zogen die Geschäfte im Schlussquartal 2007 wieder kräftig an.

HB PARIS/MÜNCHEN. Der Umsatz stieg im Zeitraum von Oktober bis Dezember um zehn Prozent auf 504 Mill. Euro, wie die französische Puma -Mutter PPR am Donnerstag in Paris mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 479 Mill. Euro gerechnet.

Der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach war über Jahre hohe Wachstumsraten gewöhnt, 2007 bremste sich die Expansion aber ab. Wie andere Sportausrüster schwächelt Puma vor allem in den USA. Zu schaffen macht ihnen dort die Krise des US-Sportschuhhändlers Foot Locker. Dieser will mehrere hundert Läden schließen und baut massiv Lagerbestände ab. Bei Nike, Adidas und Puma werden deswegen kaum noch neue Waren bestellt und Aufträge teilweise storniert.

Daher hatte Puma -Chef Jochen Zeitz das Jahr 2007 mehrfach als "Herausforderung" bezeichnet und nur einen Umsatzanstieg um wenige Prozent angepeilt. Puma kam im Gesamtjahr auf Erlöse von 2,37 Mrd. Euro. Das entspricht in etwa dem Niveau von 2006. Belastend wirkte die Aufwertung des Euro. Währungsbereinigte Zahlen soll es aber erst Ende Februar geben.

Im vierten Quartal verzeichnete Puma vor allem mit Textilien und Accessoires überdurchschnittliche Zuwächse, während das Schuhgeschäft langsamer zulegte. Auf dem amerikanischen Kontinent mussten die Franken einen Rückgang von drei Prozent hinnehmen. Das wurde aber von klaren Zuwächsen in Asien und vor allem Europa mehr als ausgeglichen.

Der Luxusgüterkonzern PPR, der 63 Prozent der Anteile kontrolliert, steigerte seine Erlöse im vierten Quartal um 15 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro, im Gesamtjahr waren es bei ähnlichem Wachstumstempo fast 20 Milliarden. Zur Gruppe gehören Marken wie Gucci und Yves Saint Laurent.

Die Franzosen hatten am Mittwoch bereits mitgeteilt, mit L'Oreal über den Verkauf einer Kosmetiksparte im Wert von 1,15 Mrd. Euro zu verhandeln. PPR werde weiterhin die Rechte an den Marken Yves Saint Laurent, Boucheron und Stella McCartney behalten, hieß es. Die Parfums und Kosmetikartikel würden dagegen über eine langfristige Lizenz von L'Oreal produziert.

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