Sportartikelhersteller
Nike-Gewinn halbiert sich

Der Gewinn des Sportartikel-Herstellers Nike hat in den vergangenen Monaten nahezu halbiert. Der Gewinn schrumpfte in dem Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal auf 244 Mio. Dollar, wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Schuld sind vor allem Abschreibungen und der starke Dollar.

HB BEAVERTON. Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat in seinem dritten Geschäftsquartal weniger umgesetzt und bekommt zunehmend die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu spüren. Er hoffe, dass Nike im Gesamtjahr 2008/09 (31. Mai) auf währungsbereinigter Basis einen stabilen Umsatz ausweisen werde, sagte Finanzvorstand Don Blair am Mittwoch nach US-Börsenschluss.

Ein eher düsteres Bild zeichnete der Manager auch für das im Juni anlaufende kommende Geschäftsjahr: In den ersten sechs Monaten werden die Erlöse rückläufig sein. Steigende Umsätze seien frühestens wieder in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten.

Die Nike-Aktie sank nachbörslich in den USA um mehr als vier Prozent. Die Aktie des Konkurrenten Adidas gab am Donnerstag im frühen Handel ebenfalls nach. Puma hielten sich leicht im Plus.

Die Wirtschaftskrise macht auch vor der sonst so erfolgsverwöhnten Sportartikelindustrie nicht halt. Hatten 2008 noch Fußball-Europameisterschaft und Olympiade für ein dickes Auftragspolster und entsprechend steigende Umsätze gesorgt, stehen 2009 keine vergleichbar großen Ereignisse an. Hinzu kommt ein schwindender Privatkonsum, steigende Herstellungskosten und volle Lager bei den Einzelhändlern. Aber auch die starken Währungsschwankungen hinterlassen tiefe Spuren in den Bilanzen. Nike hatte bereits Sparmaßnahmen angekündigt. Weltweit stehen bis zu 1 400 Stellen auf der Kippe.

In dem Ende Februar abgelaufenen dritten Geschäftsquartal ging der Umsatz um zwei Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar zurück. Das Orderbuch für Auslieferungen im Frühjahr und Sommer wies ein Minus von zehn Prozent auf. Ein Prozent ging dabei auf das Konto der USA, wohingegen in der Region Europa die Auftragsbestände um 25 Prozent einbrachen.

Die Übernahme des britischen Fußballausrüsters Umbro schlug sich im Ergebnis nieder. Nike musste bei Umbro eine Abschreibung auf den Firmenwert vornehmen, was im dritten Quartal mit 241 Mio. Dollar zu Buche schlug. Dadurch verringerte sich der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent auf 243,8 Mio. Dollar oder 50 Cent je Aktie. Vor Sonderposten belief sich der Gewinn je Aktie auf 99 Cent, was mehr war als von Analysten erwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%