Sportartikler
Adidas erklimmt den Outdoor-Markt

Jahrelang war Adidas im Outdoor-Markt ein Außenseiter. Nun hat er viele Konkurrenten überholt. Die Produkte räumen einen Branchenpreis nach dem anderen ab.
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HerzogenaurachDie Outdoor-Offensive des fränkischen Sportartikelherstellers Adidas zahlt sich aus. Im vergangenen Jahr sei der Umsatz in diesem Bereich um 40 Prozent auf 300 Millionen Euro in die Höhe geschossen, sagte Spartenchef Rolf Reinschmidt dem Handelsblatt.

Bislang hat Adidas zu den Erlösen aus dem Geschäft geschwiegen. Jetzt zeigt sich: Obwohl die Franken erst vor drei Jahren so richtig auf diesem Feld gestartet sind, haben sie bereits viele etablierte Outdoormarken hinter sich gelassen: Salewa und Mammut kamen 2011 auf Erlöse von 175 Millionen Euro, Schöffel erzielte 93,5 Millionen.

Schon fast in Reichweite ist sogar der deutsche Outdoor-Marktführer Jack Wolfskin, der zuletzt auf Einnahmen von 355 Millionen Euro kam.

Jahrelang war es Adidas nicht gelungen, im Outdoor-Geschäft Fuß zu fassen. Eine eigene Sparte gibt es seit 1991, den letzten Großangriff hatte der zweitgrößte Sportkonzern der Erde 2005 ausgerufen - ohne Erfolg. Erst seit Reinschmidt die Sparte Ende des vergangenen Jahrzehnts übernommen hat, geht's aufwärts. Der Umsatz hat sich nahezu verdoppelt.

Der Manager hat technisch ausgereifte Schuh- und Bekleidungskollektionen in die Läden gebracht, die inzwischen einen Branchenpreis nach dem anderen abräumen. Ihm kommt auch zugute, dass der Konzern weltweit vertreten ist. "Kein Wettbewerber hat ein so großes Vertriebsnetz wie wir", sagt er. In China gibt es inzwischen die ersten eigenen Outdoor-Läden der Marke. Darüber hinaus hat der Konzern das Geld, um Bergsport-Stars für die Werbung einzukaufen. Die berühmtesten Partner sind die Weltklasse-Bergsteiger Alexander und Thomas Huber, die "Huber Buam".

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