Sportbranche erwartet gnadenlosen Wettbewerb zwischen den großen Herstellern
Adidas und Nike rüsten für das Endspiel

Für die beiden größten Sportkonzerne der Welt geht es bei der Weltmeisterschaft 2006 um die Vorherrschaft in der wichtigsten Sportart der Erde. IInsbesondere für Adidas, die Nummer 2, steht viel auf dem Spiel.

MÜNCHEN. Für die Adidas-Salomon AG hat die Weltmeisterschaft 2006 längst begonnen. Seit Monaten tüfteln 100 Mitarbeiter an neuen Trikots, Fußballschuhen und Bällen, die im Vorfeld der für Deutschland so bedeutenden Sportveranstaltung auf den Markt kommen werden. Der riesige Aufwand hat seinen Grund: „In zwei Jahren werden wir einen gnadenlosen Wettbewerb zwischen Adidas und Nike sehen“, sagt Wolfgang Schnellbügel, Chef der Sporthändlervereinigung Sport 2000.

Für die beiden größten Sportkonzerne der Welt geht es um die Vorherrschaft in der wichtigsten Sportart der Erde. Für den deutschen Adidas-Konzern steht viel auf dem Spiel: Die Nummer zwei auf dem globalen Sportartikelmarkt will beweisen, dass sie ihre traditionelle Vorherrschaft auf den Fußballplätzen behaupten kann. Zudem gilt es, im Heimatland die eigene Dominanz zu demonstrieren. Weltmarktführer Nike möchte dagegen zeigen, dass er auch im Fußball der Größte werden kann.

Sport-2000-Chef Schnellbügel prognostiziert schweres Geschütz von beiden Seiten: „Wir erwarten den Werbe-Overkill“, sagt er – als ob eine Schlacht anstünde. Das ist nicht ganz falsch, denn die Konzerne streiten um einen Umsatz mit Fußball-Artikeln, der in den nächsten zwei Jahren nach Schätzungen von Adidas von derzeit 2,6 Mrd. Euro auf drei Mrd. Euro klettern dürfte.

Bislang haben die Franken mit einem Marktanteil von rund einem Drittel die Nase vorn. Doch Nike holt schnell auf, obwohl der Konzern erst vor wenigen Jahren richtig in den Markt eingestiegen ist. „Im Handel scheint sich der Eindruck gefestigt zu haben, dass Nike in Sachen Fußball Adidas den Rang zumindest ablaufen könnte“, schreibt das Sport-Fachblatt Saz. Bei Fußballschuhen liegen in Deutschland in der Verkaufsrangliste derzeit nach Angaben von Sport 2000 ein Modell von Puma und eins von Nike vor denen von Adidas.

In Portugal wäre der Gau für Adidas schon fast eingetreten. Die von den Franken gesponserten Top- Teams Deutschland, Frankreich und Spanien schieden frühzeitig aus. Alles schien auf einen Triumph von Nike mit erfolgreichen Mannschaften wie Holland und Portugal hinauszulaufen. Dass am Ende das Adidas-Team Griechenland die Nase vorn hatte, gab den PR-Strategen von Adidas wieder etwas Oberwasser.

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