Sportbusiness Das große Geschäft mit der EM

Die Europameisterschaft ist nicht nur ein Fußballturnier, sondern ein großes Geschäft. Zahlreiche Branchen profitieren von dem Event. Unternehmen stecken Millionen in schrille Werbung. Nicht immer geht ihre Rechnung auf.
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Je weiter Die DFB-Elf bei der EM kommt, umso mehr können Händler auf ein gutes Geschäft hoffen. Quelle: dpa

Je weiter Die DFB-Elf bei der EM kommt, umso mehr können Händler auf ein gutes Geschäft hoffen.

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DüsseldorfFür kleine Jungs ist Einkaufen normalerweise eine Qual. Doch in diesen Tagen ist das anders, zumindest in den Supermärkten von Rewe. Dort gibt es für je zehn Euro Einkaufswert ein Sammelbild der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die Kärtchen sind bei den Buben so begehrt, dass viele ihre Eltern regelrecht in die Läden der Kette drängen.

Wie Rewe versuchen viele Firmen von der Europameisterschaft zu profitieren. Das Turnier beginnt am Freitag in Warschau. Zu den klaren Profiteuren gehören die Sportartikelhersteller. Der deutsche Marktführer Adidas rechnet wegen der EM mit einem Rekordumsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro im Fußballgeschäft. Aber auch andere Branchen wittern Wachstumschancen. Die Lebensmittelhändler hoffen auf steigende Umsätze mit Grillwürsten und Chips, die Brauer setzen auf den Bierdurst der Fußballanhänger, Spielwarengeschäfte und Kaufhäuser bieten Fanartikel an.

Viele Firmen haben aufwendige Werbekampagnen rund um die EM entworfen. Beispiel Dacia: Als Markenbotschafter hat der rumänische Autohersteller Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl verpflichtet, der in den kommenden Wochen als ARD-Kommentator laufend präsent sein wird. „Dacia nutzt das EM-Umfeld zur Einführung des Dacia Lodgy“, sagt Mathias Müller-Using, Chef der für die Kampagne verantwortlichen Werbeagentur Nordpol.

Experten sind überzeugt, dass viele Firmen gut daran tun, in ihrer Reklame auf die EM einzugehen. „Werbung muss Aktualität ausstrahlen“, sagt Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft. Die Unternehmen stecken entsprechend viel Geld in die Spots und Anzeigen. Aktuelle Zahlen gibt es zwar noch nicht. Doch rund um die EM 2008 flossen nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen brutto fast 200 Millionen Euro hierzulande in Fußballreklame.

Zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika waren es sogar 296 Millionen Euro. Doch ob sich die Hoffnungen auf steigende Umsätze erfüllen, ist fraglich. Bitter für die Unternehmen: Sie haben es selbst nur teilweise in der Hand, ob sich die EM-Aktionen auszahlen. „Regnet es oder scheidet die DFB-Elf schon in der Vorrunde aus, kann es sogar sein, dass wir gar nichts merken“, heißt es in der Rewe-Zentrale. Eine Sprecherin der Spielwarenkette Vedes bringt es auf den Punkt: „Je weiter das deutsche Team kommt, desto besser.“

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10 Kommentare zu "Sportbusiness: Anpfiff zum großen Geschäft mit der Europameisterschaft"

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  • ...dann geht doch demonstrieren und schreibt nicht den ganzen Tag so miese Kommentare beim Handelsblatt... Ihr seid doch die gleichen Michels! Labern und nix machen!
    Das sich die Politik nix um uns schert, wissen wir Allgäuer genau so wie die Ostfriesen.

    Ich freu mich auf die EM und wünsch Deutschland den Titel!
    Und selbst wenns regnet sitz ich in meinem Gartenpavillion und lass mir mein Bier und meine Bratwurst schmecken.

    Prost!

  • Vielen Dank, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Wie blöd doch der deutsche Michel ist, ist am Fussball gegröle zu erkennen.

  • Manchmal verstehe ich die Kommentare hier beim Handelsblatt nicht. Klar ist der Sport nicht mehr das was er einst war. Er wird von allen Lagern zu mannichfaltigen Zwecken ausgenutzt. Ich kann dem Grundtenor der meisten zwar hier beipflichten, doch lasst mal „die Kirche im Dorf“. Da gehen nicht nur Affen hin, wer es etwas gelassener mag, der setzt sich mit ein paar Freunden, schön Draußen auf die Wiese, mit oder ohne Übertragungsmedium und lässt halt so die Kuh fliegen. Da kann man auch ganz schöne konspirative Gespräche führen. Für die hartgesottenen hier, na dann wenn Ihr euch in diesen Tagen durch die fehlenden Handelsblattartikel schreiberisch unterfordert fühlt (mehr als kommentieren machen hier eh die wenigsten) fahrt doch nach Brüssel, Berlin ….. aber dann nicht zaudern oder schwätzen sondern machen!
    Übrigens : Der_Henker
    Deutschland darf gar nicht nach der ersten Runde rausfliegen, obwohl es mir auch Wurscht wäre, überleg mal warum, wurde eh schon vor langer Zeit beschlossen, was zu welcher Zeit passiert..

  • Ich finde, dass das Geschäft durchaus einen Sinn hat, denn wenn man seine Mannschaft unterstützt, ist es nicht schlecht, dafür Geld zu bezahlen. Dies sehe ich nicht als Geldverschwendung!

  • ---------------------------------------------------------

    Es ist eine Schande für das Land Deutschland ,dass es diese Versagerbürger hat .

    Hauptsache Fußball ,EM, Party ,Komasaufen ,Urlaub usw. .

    Aber wenn es um die Existenz der Demokratie u.Deutschlands
    geht, dann ist hier null Bock angesagt .

    Das beste Beispiel ist die Judenvernichtung durch Hitler.
    Das Normalvolk hat den Kopf in den Sand gesteckt u. die
    Dramatik verdrängt .Die Bürger wussten sehr wohl ,dass es
    Konzentrationslager zur Judenvernichtung gab .
    Aber die Deutschen haben das Drama verdrängt u. sich der Verantwortung entzogen .

    So ist es auch mit dem Schulden-Euro .Merkel u.Co können
    machen was sie wollen ,es interessiert kein Schwein von den
    Normalos .

    Sie werden erst wieder existent , wenn ihr Geld nur noch ein Haufen Papier wert ist .
    Der Demos wird zum Sklaven für die Bankster u.Reichen.
    Das steht steht schon mal fest .

    Zahlen,zahlen ,zahlen bis zum Bankrott u. die Euro -Schuldenländer freuen sich ,dass sie den Blödmichel haben.

    Hoffentlich fliegen die Deutschen in der ersten Runde aus der EM !

    So bitter kann Sport u. Politik sein !!!

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  • Während wichtige Fehlentscheidungen in Brüssel und Deutschland getroffen werden, und die Weichen der Ausbeutung der Menschen in D klamm heimlich gestellt werden, reden alle Medien, besonders die die sich von GEZ-Gebühren finanzieren, über Fußball und Ablenkungsthemen wie angebliche Massaker der Kinder durch Assad in Syrien. Unter anderem widmen sich eine ganze Sendung Meybritt Illner und Anne Will dieser Themen. Das nennt man emotionale Ablenkung der Menschen von wichtigen Themen, die ihre Zukunft und die ihrer Kinder betrifft. So werden Medien von Politik gelenkt und manipulativ eingesetzt. 2010 als EZB die Dämme brechen wollte und wertlose Griechische Schrottanleihen kaufen wollte und den Weg der Deutschen Haftung ebnete, beherrschte plötzlich das Thema Sarazin Monatelang die Medienlandschaft. So ist es eben: Wenn man die Menschen an ein Scheinthema emotional bindet, und in Ihnen dadurch den Hass, Missgunst, Mitleid, Spaß und Freude weckt vernebelt man deren Blick für die wichtigen Fehlentscheidungen die die Politiker treffen wollen. Der Clou an der ganzen Sache ist, dass die Bevölkerung auch noch gezwungen wird mit GEZ-Gebühren die eigene Verdummung zu finanzieren.

  • Ik lieber Dir mit Wurst und Bier!

  • Brot und Spiele. Was wollt ihr denn? Hier lassen sich Brot und Spiele gar kombinieren zur Gewinnmaximierung. Zu solchen Gelegenheiten werden dem abgelenkten Steuerzahlvolk gern mal unangenehme Pflichten aufs Auge gedrückt. Wir sind gewarnt, können aber wenig dagegen tun.

  • Politische Fussball-Riege, Frau Merkel war zu BEsuch. Lahm mit politischen Aussagen - widerliche Theater.

    Deutschland verkommt mal wieder zur mediengesteuerten Fussball-Fassade - als "integrativer Bestandteil der Völkerverständigung".

    Mit ausgesuchtem Jubelpublikum, die steuerfinanzierte Eintraittskarten und Flugtickets erhalten. FDJ-Jubeltruppen für Honecker, der neben Breschnew milde von der Tribüne winkt.

  • Wer keinen Fußball sponsoren will kann ja die Versicherung oder Bank wechseln. Die jeweilige Arena ist in die Kontoführungsgebühren und Zinsen eingepreist.

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