Sportwagenbauer
Porsche bekommt mehr Gewicht im VW-Konzern

Porsche soll künftig mehr Gewicht im Volkswagen-Konzern bekommen. Unmittelbar vor der wichtigen Aktionärsversammlung bei den Stuttgartern teilte VW mit, dass das Porsche-Entwicklungszentrum Weissach die Verantwortung für zwei wichtige Fahrzeug-Plattformen des Konzerns übernehmen soll. Doch das sind nicht die einzigen guten Nachrichten für den Sportwagenbauer.
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HB STUTTGART. Einen Tag vor einem wichtigen Aktionärstreffen hat Volkswagen angekündigt, dass der Stuttgarter Autobauer Porsche mehr Gewicht im Konzern bekommen soll. Das Porsche-Entwicklungszentrum Weissach werde die Verantwortung für zwei wichtige Fahrzeug-Plattformen des Konzerns übernehmen, sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Montag auf einer Betriebsversammlung in Stuttgart.

Über die Zuständigkeit für den sogenannten Sportwagen-Baukasten und den Modularen Standardbaukasten hatten Porsche und VW in den vergangenen Monaten verhandelt. Winterkorn führt in Personalunion auch die Porsche Holding.

Im VW-Konzern hat die Kernmarke VW die Hoheit über den Baukasten für Fahrzeuge mit quer eingebautem Motor, die Schwestermarke Audi für Fahrzeuge mit längs eingebautem Motor. Die vor der endgültigen Eingliederung in den VW-Konzern stehende Fahrzeugmarke Porsche soll künftig die Entwicklungsführerschaft für alle Sportwagen des Konzerns haben.

Zudem bekommt Porsche mit dem sogenannten Standardbaukasten im Konzern die Hoheit über die Entwicklung von großen Limousinen mit Heck- oder Allradantrieb. Auf dieser Architektur basieren bisher der Porsche Panamera und Fahrzeuge der Schwestermarke Bentley.

Wie VW am Montag mitteilte, werden außerdem die Luxusmarken Bentley und Bugatti demnächst vom bisherigen Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer geführt. Der 52-jährige Manager wechsle zum 1. Februar auf den Chefposten von Bentley Motors und von Bugatti S.A., hieß es. Dürheimer folgt auf den 64-jährigen Franz-Josef Paefgen, der in Ruhestand gehe.

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