Sportwagenbauer
Porsche erzielt Rekordumsatz

Porsche hat seinen Absatz im Ende Juli abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert. Der Umsatz des Sportwagenbauers erreichte sogar einen neuen Rekord in der Unternehmensgeschichte.
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HB STUTTGART. Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Erlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 um fast 18 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro. Das war der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte, wie Porsche am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr produzierte Porsche insgesamt 89 123 Fahrzeuge, 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Beschäftigten kletterte leicht um ein Prozent auf 12 772 Mitarbeiter.

Der Absatz mit Sport- und Geländewagen stieg um neun Prozent auf 81 850 Fahrzeuge. Dabei profitierte der vor der Eingliederung bei VW stehende und hoch verschuldete Konzern vor allem von seiner neuen Modellreihe Panamera. Während Porsche in seinen Stammmärkten in Europa und Nordamerika nur sehr geringe Zuwächse verzeichnete und auf dem Heimatmarkt Deutschland sogar Einbußen von 3,5 Prozent hinnehmen musste, steigerte der Konzern seinen Absatz in anderen Regionen kräftig. Alleine in China stiegen die Verkäufe um fast um die Hälfte auf 11 724 Fahrzeuge.

"Der Rekordumsatz zeigt eindrucksvoll, dass Porsche zu alter Stärke zurückgefunden hat", sagte der scheidende Vorstandschef der Porsche AG, Michael Macht, am Mittwoch in Stuttgart. Der positive Trend werde sich auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen.

Angaben zum Ergebnis machten die Stuttgarter nicht. Im Vorjahr hatte der operative Gewinn im Autogeschäft bei 700 Mio. Euro gelegen. Die gesamte Bilanz will Porsche bei einer Pressekonferenz am 19. Oktober präsentieren. Das wird dann bereits die Aufgabe des neuen Porsche-Lenkers Matthias Müller sein, der zum 1. Oktober seinen Posten antritt. Macht wechselt als Produktionschef in den VW-Vorstand.

"Anleger reagierten mit kurzem Jubel auf den Umsatzrekord bei Porsche. Die Titel stiegen kurz um bis zu 2,2 Prozent auf 36,30 Euro, der Gewinn bröckelte aber relativ schnell wieder ab. "Das sieht doch ganz prima aus", sagte ein Händler in einer ersten Reaktion. "Die Zahlen sind ordentlich, Ausblick prima, kann man nicht meckern. Die erste Bewegung sehe ich aber als überzogen an. Das ist zu viel. Vor den Zahlen war der Kurs im Minus.

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  • "...Deutschland sogar Einbußen von 3,5 Prozent hinnehmen musste, steigerte der Konzern seinen Absatz in anderen Regionen kräftig. Alleine in China stiegen die Verkäufe um fast um die Hälfte ...
    "Der Rekordumsatz zeigt eindrucksvoll, dass Porsche zu alter Stärke zurückgefunden hat", sagte der scheidende Vorstandschef der Porsche AG, Michael Macht,..."

    Der Rekordumsatz zeigt höchstens eindrucksvoll, dass es mit Deutschland abwärts geht und dass China auf der Überholspur fährt. Einem Konzern ist es natürlich egal, wo er seinen Umsatz macht und wo er seinen Gewinn her holt. Man muss halt auch mal zwischen den Zeilen lesen. Dies wird der allgemeine Zukunftstrend in Deutschland sein. Auf Talfahrt in Deutschland und woanders zugelegt. Nicht, dass ich die Deutschen bedauere, die sich in diesem Jahr keinen Porsche leisten konnten. So sagt dies aber einiges über den medial verbreiteten Wirtschaftsaufschwung in Deutschland aus. Unsere Politiker sorgen schon dafür, dass der Aufschwung bei den Menschen ankommt. Nur nicht bei den Menschen in Deutschland.

  • Wirtschaftskriese, Armut, so what!
    Porsche ist Porsche und verkauft sich immer.
    Es gibt genügend Menschen, die sich das leisten können.
    Das ist die schöne "Neue Welt".

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