Sportwagenbauer steuert auf Rekordgewinn zu: Cayenne treibt Porsche-Absatz an

Sportwagenbauer steuert auf Rekordgewinn zu
Cayenne treibt Porsche-Absatz an

Der Sportwagenbauer Porsche bleibt auf Wachstumskurs. Das Unternehmen steuert auch im laufenden Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. Juli) nach den Worten von Vorstandschef Wendelin Wiedeking auf einen Rekordumsatz und -gewinn zu. Der anhaltend schleppende Absatz der beiden Sportwagenmodelle werde dabei vom Verkaufserfolg des Geländewagens „Cayenne“ mehr als aufgewogen.

HB STUTTGART. „Gehen Sie davon aus, dass wir alles tun werden, um beim Gewinn nochmals einen Tick besser auszusehen“, sagte Wiedeking laut Redetext auf der Porsche-Hauptversammlung in Leipzig. Im Geschäftsjahr 2002/03 hatte der Stuttgarter Sportwagenbauer mit 933 Mill. € vor Steuern ein Rekordergebnis erzielt. In den ersten sechs Monaten des neuen Geschäftsjahres von August bis Januar werde der Gewinn vor Steuern nach vorläufigen Zahlen um 11,5 % auf 207 Mill. € steigen. Die Aktie gab dennoch um 3,4 % auf 473 € nach.

Der Halbjahres-Gewinn nach Steuern werde um 15,7 % auf 118 Mill. € zulegen, teilte Porsche weiter mit. Er wächst damit nicht so stark wie der Umsatz, der dank des Erfolgs des in Leipzig montierten Geländewagens „Cayenne“ um knapp 28 % auf 2,82 Mrd. € zunehmen werde.

Mit dem Cayenne macht Porsche den schleppenden Absatz der Sportwagen-Modelle weiter mehr als wett. Ende Januar dürften die Verkaufszahlen bei 32 410 Einheiten liegen, 31 % höher als ein Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte davon, genau 16 890, seien Geländewagen. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Wiedeking 75 000 (2002/03: 66 803) verkaufte Fahrzeuge. „Das wäre immerhin eine ordentliche zweistellige Steigerungsrate, die auch positive Auswirkungen auf die Ergebnissituation hätte“, sagte er. Noch im Herbst hatte der Vorstandschef die Erwartungen auf 70 000 nach unten geschraubt, im Dezember nannte er eine Spanne von 70 000 bis 75 000.

Vom Typ 911, für den zahlreiche Experten noch in diesem Jahr einen Nachfolger erwarten, verkaufte Porsche 26 % weniger, der Absatz des acht Jahre alten „Boxster“ brach um 44 % ein. Wiedeking räumte ein, dass die beiden Sportwagen-Baureihen einen „nicht unbeträchtlichen Teil ihres Lebenszyklus bereits hinter sich haben“, nannte aber keinen Termin für die Neuauflage der Modelle. Porsche hat wegen der Einführung des „Cayenne“ den Verkaufszyklus der Sportwagen gestreckt. Auch zu einer geplanten vierten Baureihe äußerte sich Wiedeking zunächst nicht.

Porsche hielt erstmals seine Hauptversammlung in Leipzig ab, wo seit August 2002 der Cayenne in einem neuen Werk mit mehr als 300 Beschäftigten montiert wird. Das Unternehmen rechnete mit rund 2000 Aktionären, in Stuttgart waren es vor einem Jahr etwa 3500. Die Vorzugsaktionäre mussten über eine Dividende von 3,40 € je Aktie entscheiden.

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