Sportwagenbauer
Wolfgang Porsche bleibt Chefkontrolleur bei Porsche

Gründerenkel Wolfgang Porsche soll weiterhin federführend den Sportwagenhersteller Porsche kontrollieren, heißt es von Volkswagen. Der Autobauer dementiert damit einen anderslautenden Medienbericht.
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HamburgGründerenkel Wolfgang Porsche soll weiterhin den Aufsichtsrat des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche führen. „Volkswagen sieht Wolfgang Porsche an der Spitze des Aufsichtsrats der Porsche AG“, bestätigte ein VW-Sprecher dem Handelsblatt. Seit August ist die Porsche AG eine Tochter des Wolfsburger Autokonzerns.

Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte am Sonntag ohne Angabe von Quellen gemeldet, dass Volkswagen nach dem Kauf des Sportwagenbauers Porsche auch die Macht im Aufsichtsrat übernimmt. Konzernchef Martin Winterkorn werde Wolfgang Porsche, den Sprecher der Autobauer-Familie, im kommenden Jahr an der Spitze des Kontrollgremiums der Porsche AG ablösen.

Nach einem spektakulären Übernahmekampf hatte der von Wolfgang Porsches Cousin Ferdinand Piëch dominierte Wolfsburger Autokonzern sich den Stuttgarter Sportwagenbauer als zwölfte Marke einverleibt. Die von den Familien Porsche und Piëch beherrschte Porsche Automobil Holding SE gab den Hersteller im Sommer ab, wurde im Gegenzug aber mächtigster Aktionär von Volkswagen.

Wolfgang Porsche wird kommendes Jahr 70 – will aber offenbar als Aufsichtsratschef weitermachen.

Heute meldete Porsche auch die Verkaufszahlen des Monats November. Demnach legte der Absatz in Europa im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent zu, in Deutschland sogar um 9 Prozent. In den Vormonaten hatte Sportwagenbauer dort noch rückläufige Werte verzeichnet.

Bis Ende November lieferte die Volkswagen-Tochter weltweit 128 978 Neuwagen an Kunden aus und liegt damit schon jetzt 8,5 Prozent über dem Bestwert aus dem vergangenen Jahres von 118 868 Fahrzeugen, hieß es. Alle Verkaufsregionen hatten demnach auf Jahressicht ein zweistelliges Plus gegenüber den Werten aus 2011.

Mit Material von Reuters und dpa.

 

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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