Sportwagenhersteller

Spyker ist pleite

Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker hat am Donnerstag Konkurs angemeldet. Vor einigen Wochen hatte das Unternehmen bereits Gläubigerschutz angemeldet – die Pleite konnte aber nicht mehr abgewendet werden.
1 Kommentar
Spyker stellte bislang Nobel-Sportwagen her. Quelle: Reuters

Spyker stellte bislang Nobel-Sportwagen her.

(Foto: Reuters)

AmsterdamDer niederländische Sportwagenhersteller Spyker ist pleite. Der einstige Eigner der schwedischen Traditionsmarke Saab meldete am Donnerstag Konkurs an. Spyker-Chef Victor Muller kündigte einen Neuanlauf für sein Unternehmen an, bei dem man sich auf Autos mit Elektroantrieb konzentrieren werde.

Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen hatte schon vor einigen Wochen Gläubigerschutz angemeldet, um die Pleite noch abzuwenden. Doch der Unternehmensführung gelang es nicht, einen überlebensnotwendigen Überbrückungskredit zu erhalten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Spyker hatte seinen Namen einer niederländischen Automarke vom Beginn des 20. Jahrhunderts entliehen und stellte bislang Nobel-Sportwagen her.

Was die Hersteller pro Auto verdienen – oder verlieren
Sportlich und erfolgreich
1 von 17

Ford (Europa) – minus 891 Euro

Der US-Autobauer Ford hat in seinem Europageschäft (im Bild der Ford Fiesta ST) mit hohen Verlusten zu kämpfen. Pro verkauftem Neuwagen aus Europa machte Ford im Gesamtjahr 2013 einen Verlust von 891 Euro – so viel wie kein anderer Massenhersteller. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei minus 5,8 Prozent.

Das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen unter Professor Ferdinand Dudenhöffer hat untersucht, wie profitabel die Automobilkonzerne sind. Berechnet wurden dabei die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) für die reine Automobilsparte. Zulieferaktivitäten oder andere Geschäftsfelder wie Motorräder, Bank- und Immobiliengeschäfte blieben dabei unberücksichtigt.

Produktion Opel Adam
2 von 17

GM Europa (Opel, Vauxhall) – minus 607 Euro

In seinem Europageschäft hat General Motors (GM) nach wie vor Probleme: Doch die Marken Opel (im Bild der Adam) und Vauxhall laufen trotz roter Zahlen wieder deutlich besser. Im Gesamtjahr fällt das Minus mit 607 Euro allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahr (1.341 Euro). Die Ebit-Marge pro Fahrzeug liegt bei minus 4,2 Prozent.

A customer walks past a Peugeot car at a dealership in Marseille
3 von 17

Peugeot-Citroën (PSA) – minus 370 Euro

Erstmals in 118 Jahren Unternehmensgeschichte hat die Familie Peugeot ihre Macht abgegeben. Neuer Partner der Franzosen: der chinesische Autoriese Dongfeng. Eindämmen konnte auch Peugeot-Citroën seinen Verlust pro verkauftem Fahrzeug. Nach 510 Euro im vergangenen Jahr beträgt das Minus nun 370 Euro. Die Ebit-Marge liegt bei minus 2,9 Prozent.

82nd Geneva International Motor Show
4 von 17

Seat – minus 331 Euro

Die VW-Tochter dämmt ihren Verlust pro verkauftem Auto ebenfalls ein. Im Jahr 2013 beträgt das Minus bei Seat (im Bild der Ibiza SC) noch 331 Euro – nach durchschnittlich 364 Euro in 2012. Die Ebit-Marge liegt bei minus 2,4 Prozent.

An employee inspects a Renault Clio 3 at the Renault automobile factory in Flins
5 von 17

Renault – minus 283 Euro

Die Franzosen machen mit jedem verkauftem Auto durchschnittlich 283 Euro Verlust. Doch runderneuerte Massenmodelle wie der Clio (im Bild) oder der Twingo sollen auch die Franzosen wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Im Jahr 2012 lag die Ebit-Marge noch bei minus 1,9 Prozent.

A model poses beside a Fiat 500 GQ displayed on the company's booth during the first media day of the Geneva Auto Show at the Palexpo in Geneva
6 von 17

Fiat – minus 224 Euro

Die Italiener leiden besonders unter der schwachen Nachfrage in Europa, die durchschnittlichen Verluste pro Fahrzeug legen weiter zu auf 224 Euro (2012: 77 Euro). Die Ebit-Marge liegt bei minus 1,5 Prozent. Rechnet man die Zuliefersparte und Ferrari-Maserati mit ein, kann Fiat (im Bild der Fiat 500 GQ) im Gesamtjahr aber ein positives Ergebnis erzielen.

huGO-BildID: 30117647 Hostesses pose with the new Skoda Octavia displayed in World premiere at the Geneva International Motor Show on March 5, 2013 w
7 von 17

Skoda – plus 567 Euro

Kein Autohersteller hat in absoluten Zahlen so viel Profit pro Auto eingebüßt wie die osteuropäische VW-Tochter. Mit einem Gewinn von durchschnittlich 567 Euro pro verkauftem Wagen landen Skoda aber immer noch locker in den schwarzen Zahlen. Die Ebit-Marge von Skoda (im Bild der Skoda Octavia) ist mit 5,1 Prozent sehr ordentlich.

  • rtr
Startseite

1 Kommentar zu "Sportwagenhersteller: Spyker ist pleite"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wegen eines Überbrückungskredites hätte man direkt bei Draghi anfragen sollen.

    Man hätte ihn - und noch viel mehr - schnell bekommen.
    Garantiert.

    Auch an den Umweg über die Politik hätte man denken können.
    Wenn es etwas zu verschwenden gibt - es sollte nur recht viel sein - ist man da vielleicht noch schneller am Ziel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%