Squeeze-out erfolgreich
Serono gehört Merck jetzt ganz alleine

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat die Zwangsabfindung der Kleinaktionäre bei seiner Biopharmazie-Tochter Merck Serono abgeschlossen. Damit ist die größte Übernahme in Mercks Unternehmensgeschichte vollzogen – was allerdings nicht ganz billig war.

HB FRANKFURT. Merck halte nun 100 Prozent der Merck-Serono-Aktien, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zuvor habe das Zivilgericht Basel-Stadt die bei Minderheitsaktionären verbliebenen Aktien und alle noch ausstehenden Rechte zum Erwerb von Merck-Serono-Aktien für kraftlos erklärt. Voraussichtlich am 18. Juli werden Merck-Serono-Aktien nun von der Schweizer Börse genommen.

Die betroffenen Aktionäre erhalten für ihre Anteilsscheine die gleiche Ausgleichszahlung von 1100 Schweizer Franken je Inhaberaktie wie die Anteilseigner, die ihre Papiere Merck bereits im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebotes angedient hatten. Die Zahlung soll voraussichtlich am 31. Juli automatisch an das Konto der Aktionäre gehen. Die Halter von US-Hinterlegungsscheinen (ADRs) sollen einen Dollar-Betrag bekommen, der 27,50 Franken pro ADR entspricht. Jeder ADR entspricht einem Vierzigstel einer Inhaberaktie.

Mit dem milliardenschweren Kauf von Serono, mit dem Merck zur Nummer eins in der europäische Biopharmazie wurde, gelang den Darmstädtern die größte Übernahme in ihrer Unternehmensgeschichte. Die Akquisition kostete Merck insgesamt rund elf Mrd. Euro.

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