Squeeze-Out zur endgültigen Eingliederung
Ende von Hoechst rückt näher

Bald könnte der Name Hoechst endgültig aus der deutschen Unternehmenslandschaft verschwinden. Sanofi-Aventis plant, die verbliebenen Kleinaktionäre der Hoechst AG mittels einer Barabfindung hinauszudrängen.

HB FRANKFURT/M./STRASBURG. Die Kleinaktionäre der Hoechst AG, die nach der Umbenennung des einstigen Chemie- und Pharmakonzerns in Aventis nur noch die Funktion einer - weiterhin börsennotierten - Zwischenholding hat, sollen ihre Anteile abgeben. Einer vollständigen Eingliederung von Hoechst in die neue Muttergesellschaft Sanofi-Aventis stände dann nichts mehr im Wege.

Das fusionierte Pharmaunternehmen Sanofi-Aventis hält inzwischen die Mehrheit an der früheren Aventis, der wiederum 98,09 Prozent der Aktien der Hoechst AG gehört. Aventis will die verbliebenen Hoechst-Anteilseigner nun gegen eine Barabfindung zwangsweise aus dem Unternehmen (Squeeze-Out) ausschließen, heißt es in einer Mitteilung vom Montag.

Gleichzeitig macht Sanofi-Aventis laut eigener Mitteilung ein Pflichtangebot zur Übernahme der restlichen Aktien, das die Anteilseigner jedoch nicht annehmen müssen. Die Höhe des Übernahmeangebots und der Barabfindung wurden noch nicht beziffert. Nach dem Squeeze-Out wäre ein Rückzug von der Börse wahrscheinlich. Die Konzerne Rhône-Poulenc und Hoechst hatten sich 1999 zu Aventis zusammengeschlossen, die Chemiesparte von Hoechst wurde als Celanese AG abgespalten.

Die Keimzelle des Unternehmens im dem Frankfurter Stadtteil Höchst geht auf das Jahr 1863 zurück. Die Hoechst Aktiengesellschaft besteht seit 1951. In den Jahrzehnten davor gehörte das Unternehmen zur I.G. Farbenindustrie AG, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten zerschlagen wurde.

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