Staat wird Eigentümer von Jukos-Tochter Juganskneftegas
Russische Kartellbehörde gibt grünes Licht für Kauf von Baikalfinanzgruppe durch Rosneft

Die Baikalfinanzgruppe darf von der staatlichen Rosneft übernommen werden. Die russischen Kartelltwächter haben den Kauf genehmigt. Damit gelangt auch die frühere Jukos-Tochter Juganskneftegas in staatliche Hände.

HB BERLIN. Die russische Kartellbehörde hat an dem Kauf der Baikalfinanzgruppe durch den staatlichen Ölkonzern Rosneft nichts auszusetzen. Die russische Antimonopolbehörde habe die Übernahme genehmigt, teilte ein Behördenvertreter am Samstag in Moskau mit.

Die bis dahin unbekannte Baikalfinanzgruppe hatte am vergangenen Sonntag den Zuschlag für den Kauf der Jukos-Produktionstochter Juganskneftegas bekommen. Im Anschluss an die Versteigerung gab es Spekulationen über die Identität und die Absichten der Käufergruppe, die erst wenige Tage zuvor in das Handelsregister im westrussischen Twer eingetragen wurde.

Am Mittwoch wurde daraufhin bekannt, dass die staatseigene Rosneft die Baikalfinanzgruppe vollständig übernommen hat und damit in den Besitz von Juganskneftegas gekommen war. Die russische Regierung plant eine Verschmelzung von Rosneft mit dem teilweise im Staatsbesitz befindlichen Konzerns Gasprom.

Der fusioniere Energiekonzern würde mehrheitlich dem russischen Staat gehören und soll später für Investoren geöffnet werden. Der Eon-Konzern hält derzeit über die Tochter Ruhrgas 6,5 Prozent der Gasprom-Anteile.

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