Staatlicher Druck
Gericht gibt im Streit um Russneft-Aktien nach

Der Eigentümer des russischen Öl-Konzerns Russneft muss nicht länger die Beschlagnahmung seiner Aktien durch die Justiz fürchten. Ein Moskauer Gericht erklärte am Montag, die Angelegenheit sei nach eingehender Prüfung abgewiesen worden.

HB MOSKAU. Die Nachrichtenagentur Interfax hatte zuvor berichtet, das Gericht habe angeordnet, dass die Aktien von Michail Guzerijew beschlagnahmt werden. Von Russneft gab es zunächst keine Stellungnahme.Guzerijew war bis vor kurzem Präsident von Russneft.

Zeitweise machte er staatlichen Druck für seine Rückzugsentscheidung verantwortlich, zog diese Erklärung später aber zurück. Ende Juli bestätigte Russneft Verkaufsgespräche mit dem Geschäftsmann und Milliardär Oleg Deripaska, der als enger Vertrauter von Staatspräsident Wladimir Putin gilt. Die russischen Behörden fordern diverse Steuernachzahlungen von Guzerijew und haben mit einer Verstaatlichung von Russneft gedroht.

Kritiker der Regierung haben das Vorgehen gegen das Unternehmen bereits mit dem staatlichen Druck auf den Öl-Konzern Yukos verglichen, der inzwischen zerschlagen ist. Auch in diesem Fall war den Behörden vorgeworfen, gegen die politischen Ambitionen von Konzerngründer Michail Chodorkowski gehandelt zu haben.

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