Würth unterhält mehrere Stiftungen. Im schweizerischen Chur ist auch die Würth International AG ansässig, über die die ausländische Tochtergesellschaften des Unternehmens gehalten werden. Würth verfügt über ein weit verzweigtes Firmengeflecht zu dem unter anderem auch die Flugplatzgesellschaft in Schwäbisch Hall und eine Bank gehören. Der Konzern ist mit einem Umsatz von 8,5 Mrd. Euro mit 64 000 Beschäftigten in fast 400 Gesellschaften in 86 Ländern aktiv. Der Auslandsumsatz lag zuletzt bei 5,1 Mrd. Euro.
Allein in Deutschland unterhält der Konzern fast 60 Personengesellschaften mit der Rechtsform GmbH & Co. KG, die gemäß Handelsgesetzbuch von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses befreit sind. Dazu kommen noch einmal 16 inländische GmbH.
Der „Spiegel“ berichtet ferner, Würths Anwälte und die Stuttgarter Staatsanwaltschaft verhandelten über die exakte Höhe der möglicherweise hinterzogenen Steuer. Beide Parteien legten die Steuerparagrafen sehr unterschiedlich aus. Würths Anwälte wollten in jedem Fall verhindern, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt. Sie strebten eine Strafe von maximal einem Jahr auf Bewährung sowie eine Geldstrafe an. In Würths Fall sei die Rede über eine Geldbuße von rund 40 Mill. Euro.
Würth Vermögen wird auf fünf Mrd. Euro geschätzt. Er ist einer der größten Kunst-Mäzene und hat weltweit 13 Museen gebaut. Der zu den Pionieren der Nachkriegswirtschaft zählende Unternehmer gilt in der 70 Kilometer nordöstlich von Stuttgart gelegenen Region als der „König der Hohenlohe“ .

