Stabile Nachfrage nach Fahrzeugelektronik – Zentralverband erhöht Prognose für 2005
Autobauer stützen Wachstum in der Halbleiter-Industrie

Das Geschäft mit Halbleitern entwickelt sich überraschend positiv. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) rechnet für das laufende Jahr weltweit mit einem Umsatzplus von rund sechs Prozent.

jojo HB MÜNCHEN. „Die Aussichten sind besser, als wir es noch im Februar eingeschätzt haben“, sagte Peter Bauer, Vorsitzender des Fachverbands elektronische Bauelemente im ZVEI. Bislang hatte der Verband mit stagnierenden Umsätzen in Höhe von 213 Mrd. Dollar (170 Mrd. Euro) gerechnet. Zu dem von Analysten befürchteten Absturz nach dem außergewöhnlich guten Jahr 2004 wird es demnach nicht kommen.

Der ZVEI gründet seinen Optimismus darauf, dass das vierte Quartal 2004 und das erste Quartal 2005 unerwartet gut gelaufen seien. Dieser Zeitraum fließe in die Prognose ein und so sei jetzt schon klar, dass das gesamte Jahr besser werde als erwartet. Im Vergleich zum vergangenen Jahr müssen die Produzenten allerdings zurückstecken: 2004 kletterten die Einnahmen der Chipanbieter um 28 Prozent.

Dass der aus früheren Abschwungphasen bekannte Einbruch ausbleibt, liegt vor allem an den Autoherstellern. Mehr als ein Viertel des Umsatzes der Chipbranche hier zu Lande kommt aus diesem Bereich, Tendenz stark steigend. „Das bringt Konstanz in den Markt, weil die KfZ- und Industrieelektronik weniger als andere Bereiche konjunkturabhängig sind,“ sagte Bauer, der im Hauptberuf Vorstand des Münchener Chipherstellers Infineon ist. Die bisherigen Hauptkunden, die Computer- und Handyhersteller, haben mit deutlich größeren Produktionsschwankungen zu kämpfen.

Vor allem für die in Deutschland tätigen Chiphersteller ist die Autoindustrie wichtig, um überleben zu können. Bauer: „So lange die Autoelektronik in Deutschland bleibt, werden wir wachsen.“ Bei Infineon ist die Autosparte der wichtigste und verlässlichste Umsatz- und Ertragsbringer. Seit Jahren schon steigt der Anteil der Elektronik in Autos sprunghaft. „Davon profitieren die Chiphersteller überproportional“, unterstrich Bauer, weil mehr Halbleiter als andere Teile eingebaut würden.

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