Stada: Bain und Cinven kommen bei Übernahme voran

Stada
Finanzinvestoren kommen bei Übernahme voran

Bei der Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada machen die Finanzinvestoren Bain und Cinven Fortschritte. Knapp ein Drittel der Aktionäre hat ihr Angebot akzeptiert. Eine Woche Zeit bleibt den Investoren.
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FrankfurtGut eine Woche vor Ablauf ihrer Offerte für Stada machen die Finanzinvestoren Bain und Cinven Fortschritte bei der Übernahme des Arzneimittelherstellers. Bis Mittwochmittag nahmen 32,95 Prozent der Aktionäre das Angebot an, wie die Finanzinvestoren mitteilten. Das ist knapp die Hälfte der auf 67,5 Prozent gesenkten Mindestannahmequote. Bain und Cinven hatten die Schwelle für die rund 5,3 Milliarden Euro schwere Offerte gesenkt, weil sie befürchteten die ursprünglichen 75 Prozent zu verfehlen. Die Angebotsfrist wurde um zwei Wochen bis zum 22. Juni verlängert.

Zwar dienen Investoren in der Regel ihre Papiere erst kurz vor Fristende an, doch bei Stada mussten die Käufer in der vergangenen Woche kurz vor dem Ende der ursprünglichen Annahmefrist zittern. Nach Angaben der Finanzinvestoren hatten sich vor allem Privataktionäre, die rund 20 Prozent an Stada halten, nicht in dem erwarteten Umfang von ihren Anteilen getrennt. Die Spekulationen über ein mögliches höheres Gebot durch den chinesischen Arzneimittel-Konzern Shanghai Pharma hatten viele von ihnen zögern lassen. Ein Anteil von rund zehn Prozent liegt zudem bei Indexfonds, die ihre Aktien aus technischen Gründen nicht andienen.

Noch einmal kann die Frist nicht aufgeschoben werden; wenn bis zum 22. Juni die Annahmeschwelle nicht erreicht wird, scheitert das Angebot. Bain und Cinven bieten 66 Euro je Stada-Aktie - gegenwärtig notieren die Papiere bei 64,70 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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