Stada
Rubelschwäche lässt Gewinn schmelzen

Auch der Pharma-Konzern Stada leidet unter den schwächelnden Russland-Geschäften, der Gewinn des Unternehmens gerät unter Druck. Darunter leidet nun auch der Aktienkurs.
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DüsseldorfDem Pharmakonzern Stada kommt die Rubelschwäche im wichtigen Russland-Geschäft immer teurer zu stehen. Nach einem Gewinneinbruch 2014 rechnen die Hessen auch im laufenden Jahr mit Einbußen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und auch der bereinigte Konzerngewinn dürften deutlich niedriger ausfallen, teilte die für ihre Erkältungsmittel Grippostad und die Sonnencreme Ladival bekannte Firma am Donnerstag mit.

Die Wachstumstory in Russland sei zwar intakt. Nur bleibe wegen der Währungsturbulenzen in Euro umgerechnet weniger übrig, erklärte das Management. Es gebe aber Anzeichen dafür, dass es bergauf gehe. Viele Anleger wollten davon allerdings nichts wissen und warfen ihre Aktien auf den Markt.

Dabei konnte Stada nach den vorläufigen Zahlen den Umsatz im vergangenen Jahr sogar um drei Prozent auf rund zwei Milliarden Euro steigern. Wegen der Einbußen im Osteuropa-Geschäft brach unter dem Strich der Konzerngewinn allerdings um 47 Prozent auf 64,6 Millionen Euro ein. Ursache hierfür waren unter anderem hohe Wertberichtigungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Russland.

Die Aktionäre sollen trotzdem eine unveränderte Dividende von 66 Cent je Stammaktie erhalten. Genauere Zahlen für 2014 und zum Ausblick will das MDax -Unternehmen am 26. März vorlegen. Die Prognose könnte dem Stada-Management zufolge dann etwas besser ausfallen. So gewinne der russische Rubel an Stärke, sagte Finanzchef Helmut Kraft während einer Telefonkonferenz. Es sei es möglich, dass der Konzern dann eine "leicht veränderte Prognose" vorlege.

Die Aktie des Konzerns mit Sitz in Bad Vilbel bei Frankfurt rauschte nach der Mitteilung um knapp acht Prozent in den Keller und war auch anschließend noch mit einem Minus von 4,5 Prozent der schwächste Wert im MDax. Der vorläufige Ausblick sei enttäuschend, die späteren Aussagen klängen zuversichtlicher, hieß es in einem Marktbericht der DZ Bank.

Stada ist nicht das einzige Unternehmen, dem die Rubelschwäche zu schaffen macht. Auch in den Kassen von Konzernen wie der Metro, Henkel oder Eon kommt in Euro umgerechnet weniger an. Für die Hessen ist Russland gemessen am Umsatz der wichtigste Auslandsmarkt. 2015 rechnet der Vorstand in Rubel mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Ob dies allerdings auch in Euro mehr sein wird, lasse sich nicht vorhersagen

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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