Stadtbus-Montage innerhalb von neun Monaten nach Polen
MAN will Kooperation mit VW ausbauen

Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern MAN will seinen Kooperation mit dem Autobauer Volkswagen ausbauen. „Wir sind derzeit im Gespräch“, sagte der Chef der Nutzfahrzeugsparte, Anton Weinmann, in Krakau. Zugleich kündigte er an, die angekündigte Verlagerung seiner Stadtbus-Montage von Salzgitter nach Polen zügig voranzutreiben.

HB KRAKAU. Bei der Verstärkung der Zusammenarbeit mit den Wolfsburgern gehe es darum, die bestehende Vertriebskooperation auszuweiten. Seit vergangenem Jahr verkauft und wartet MAN an fünf seiner Vertriebsstandorte auch leichte Nutzfahrzeuge von VW. VW ist mit knapp 30 Prozent größter Anteilseigner bei MAN.

Zugleich bekräftige MAN-Konzernchef Hakan Samuelsson seine Hoffnung auf baldige Fortschritte im Ringen um ein Lkw-Bündnis mit Scania und VW. „Ich hoffe, dass wir zum Jahresende mehr wissen“, sagte Samuelsson. Derzeit gebe es zu diesem Thema aber nichts Neues. MAN sehe sich auch nicht unter Zeitdruck.

Zuletzt hatte es wiederholt Gerüchte um ein Scheitern der Gespräche gegeben, die aber von den Beteiligten dementiert wurden. Nach der im Januar gescheiterten MAN- Offerte für Scania strebt vor allem VW einen Dreierbund unter Einbeziehung des eigenen Lkw-Geschäfts in Brasilien an.

Auf das Tempo drückt dagegen Weinmann in Sachen Verlagerung der Stadtbus-Montage nach Polen: „In einem Dreivierteljahr muss das abgeschlossen sein“, sagte der Chef der MAN-Nutzfahrzeugsparte. Erst Mitte September hatte sich der Konzern nach monatelangem Ringen mit der IG Metall auf Eckpunkt zur Sanierung der ertragsschwachen Bussparte Neoman in Salzgitter geeinigt und dabei auch die Auslagerung der Stadtbus-Montage vereinbart. Im Gegenzug wird die Lkw-Fertigung in Salzgitter ausgebaut.

Durch die Schließung der Stadtbus-Montage in Salzgitter will MAN die zuletzt defizitäre Bussparte wieder in die Gewinnzone führen. Bis 2010 soll sie in die Nähe der Renditen im boomenden Lkw-Geschäft rücken. Für die gesamte Nutzfahrzeugsparte peilt der Konzern im laufenden Jahr eine Umsatzrendite von 9,4 Prozent an. Im Geschäft mit schweren Lkw lag sie im zweiten Quartal sogar bei rund zwölf Prozent.

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