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21.02.2007 

In der Wartespirale des Call-Centers stellt sich allerdings ein ganz anderes gravierendes Problem. Was ist, wenn der Stammlieferant die Preise wieder senkt? Was mit Blick auf die Entspannung am Weltmarkt wahrscheinlich ist. Auch ganz einfach, verspricht E-wie-einfach: „Senkt Ihr Grundversorger die Preise, senken wir unsere Preise auch. Hebt er sie an, bleiben wir trotzdem drunter.“

Bei so viel Kundenfreundlichkeit keimt natürlich der Verdacht, dass es im Kleingedruckten irgendeinen Pferdefuß geben muss. Den haben die Lobbyisten der Stadtwerke längst entdeckt. Der VKU weist darauf hin, „dass sich das Angebot der Eon-Vetriebsfirma nur auf den Grundversorgungstarif bezieht“.

In der Tat. Ein Blick auf die eigene Abrechung verrät: Für Strom und auch Erdgas gelten schon Sonderkonditionen, die deutlich unter solchen Grundversorgungstarifen liegen.


Bildergalerie  Grafiken: Daten zum weltweiten Energieverbrauch und dem Einsatz erneuerbarer Energien


Ob die Stadtwerke jetzt vielleicht neue Sonderkonditionen parat haben, die mit E-wie-einfach konkurrieren können – zumindest in Sachen Strom? Endlich, ein Knacken in der Leitung verspricht das Ende der lähmenden Warteschleife. „Stadtwerke Düsseldorf. Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?“ flötet eine Dame geübt durchs Telefon. Der Hinweis des Kunden auf die neue Konkurrenzlage durch E-wie-einfach bringt die rheinische Frohnatur am anderen Ende der Leitung nicht aus der Fassung. Sie entdeckt plötzlich den Strom-Super-Sondertarif „Spar Plus“. Der bringt 25,85 Euro Ersparnis oder 2,8 Prozent gegenüber dem alten Preis der Stadtwerke und liegt nur 33 Cent über dem Eon-Gebot. „So sparen Sie für nichts“, verrät mir stolz meine Kundenberaterin. Was auch immer sie damit sagen will, dieser Anruf hat sich gelohnt. Es wird gespart, nicht mit, aber wegen E-wie-einfach.

Ein Versuch, den lieb gewordenen Stadtwerken auch beim Gasbezug treu ist bleiben, ist dagegen gescheitert. Auf die E-Mail-Anfrage, ob man das E-wie-Einfach-Gasangebot kontern wolle, kommt eine ernüchternde Antwort: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die wenigsten Angebote am Ende auch wirklich günstiger sind“, schwadroniert das offenkundige Standardschreiben.

Und dann die kühne Behauptung: „Die Ersparnis (bei E-wie-einfach) haben Sie nur, wenn alle Preise genau so bleiben, wie sie sind.“ Verbunden mit dem Hinweis, dass die Stadtwerke Düsseldorf am 1. April gedenken, den Gaspreis um „mindestens drei Prozent“ zu senken. Auf die neue Qualität des Wettbewerbs haben sich die Düsseldorfer offenbar noch nicht eingestellt. Denn auch nach dem 1. April werden sie einfach unterboten – wenn E-wie-einfach hält, was es in der Werbung verspricht.

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