Stagnierender Autoabsatz
Ford erwartet 2006 kein Wachstum

Der Autokonzern Ford kalkuliert für das nächste Jahr mit einem stagnierenden Geschäft in Deutschland. „Die für 2007 geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer wird nur in geringem Umfang dazu führen, dass Kunden ihren Autokauf vorziehen“, sagte Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes in Köln. Demnach wird Ford 2006 – wie in diesem Jahr – etwa 250 000 PKWs verkaufen.

zel KÖLN. Positiv äußerte sich Mattes über die Ertragsentwicklung. Ford Europa werde in diesem Jahr einen Überschuss zwischen 100 und 200 Mill. Dollar erreichen. „Das zweite Jahr in Folge, in dem wir schwarze Zahlen schreiben“, sagte er. In den Vorjahren hatten sich beim Europa-Ableger des US-Autokonzerns Milliardenverluste aufgetürmt.

Mattes kündigte eine Fortsetzung des scharfen Sparkurses an. „Wir müssen weiter an unserer Kostenbasis arbeiten“, sagte er. Ford will seine Belegschaft in Deutschland in diesem Jahr von ungefähr 19 000 Mitarbeitern um 1 300 verkleinern. Ford macht seinen Beschäftigten den Abschied mit großzügigen Abfindungen schmackhaft. Aus Unternehmenskreisen verlautete dazu, dass sich erst etwa 700 Mitarbeiter bereiterklärt haben, Ford zu verlassen. Die Beschäftigten haben bis zum Jahresende Zeit, über eine freiwillige Kündigung zu entscheiden.

Sollten sich nicht genügend Mitarbeiter melden, droht Ford mit betriebsbedingten Kündigungen für das nächste Jahr. Mattes wollte sich gestern zu möglichen schärferen Schritten nicht äußern: „Wir müssen jetzt erst einmal das Ende der Meldefrist abwarten.“

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