Stahl
Arcelor sichert sich 98,5 Prozent an Dofasco

Der Luxemburger Stahlkonzern Arcelor hat sich fast 100 Prozent an dem kanadischen Stahlhersteller Dofasco gesichert.

dpa-afx LUXEMBURG. Arcelor komme nun auf einen Anteil von 98,5 Prozent an Dofasco, teilten die Luxemburger am Mittwoch mit. Ende Februar hatte Arcelor die Frist bis zum 7. März verlängert. Die Aktie des Stahlkochers notierte gegen 10.00 Uhr 0,22 Prozent im Minus bei 32,13 Euro.

Dofasco soll nach Aussage von Arcelor-Chef Guy Dolle das Zentrum seiner Wachstumsstrategie in Nordamerika und ein Eckpfeiler der weltweiten Führung bei Stahlprodukten für die Automobilherstellung werden. Arcelor hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 32,6 Mrd. Euro gemacht und beschäftigt rund 96 000 Mitarbeiter in 60 Ländern.

Arcelor-Konkurrent Mittal Steel versucht derzeit, Arcelor zu übernehmen. Falls dies gelingen sollte, hat sich Firmeneigentümer Lakshmi Mittal grundsätzlich bereit erklärt, Dofasco an Thyssen-Krupp zu verkaufen. Der deutsche Konzern war in der Übernahmeschlacht Arcelor unterlegen.

Belgische Regierung Mischt Sich EIN

Die belgische Regierung hatte am Dienstag angekündigt, sich im Tauziehen um das feindliche Übernahmeangebot für Arcelor Ende des Monats oder Anfang April klar zu positionieren. Das kündigte Premierminister Guy Verhofstadt in Brüssel nach einem Treffen mit Konzernchef Lakshmi Mittal an. Mittal übergab einen industriellen Plan für die angestrebte Fusion an Verhofstadt und die Ministerpräsidenten der Regionen Wallonie und Flandern, Elio di Rupo und Yves Leterme. Das Dokument hat laut Nachrichtenagentur Belga über 100 Seiten.

Die Region Wallonie hält knapp drei Prozent an Arcelor. Belgien lässt sich bei dem Übernahmepoker von der Investmentbank Lazard beraten. Anders als die Regierungen in Paris und Luxemburg nimmt die Regierung in Brüssel bisher keine ablehnende Haltung zu der feindlichen Übernahmeofferte von Mittal ein und verhält sich weitgehend neutral.

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