Stahl-Branche
EU verhängt Millionenstrafen gegen deutsche Firmen

Jahrelang haben vier Unternehmen die Preise von Stahl-Strahlmitteln abgesprochen. Zwei deutsche Firmen müssen drei Millionen Euro zahlen, einen französischen Konkurrenten trifft es deutlich härter.
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BrüsselWegen Beteiligung an einem Kartell müssen zwei deutsche Hersteller von Stahl-Strahlmitteln Millionenstrafen zahlen. Die Firmen Metalltechnik Schmidt und Eisenwerk Würth wurden mit Bußgeldern von rund zwei und einer Million Euro belegt, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Winoa aus Frankreich muss demnach sogar 27,5 Millionen Euro für die Beteiligung am Kartell zahlen, während die US-Firma Ervin befreit wird, weil sie das Kartell in Brüssel angezeigt hatte.

Stahl-Strahlmittel sind nach den Erläuterungen der Kommission lose kleine Stahlteile, mit denen Metallflächen gereinigt oder verfestigt werden. Sie kommen zum Beispiel in der Autobranche und der petrochemischen Industrie zum Einsatz, zudem kann man mit ihnen harte Steine wie Marmor schneiden.

Die vier Kartellmitglieder hatten sich laut Kommission bis 2010 insgesamt mehr als sechs Jahre lang über ihre Preise in Europa abgesprochen. Außerdem hätten sie vereinbart, sich um einzelne Kunden nicht zu streiten.

Die Strafen fallen für die Unternehmen so unterschiedlich hoch aus, weil verschiedene Kriterien in die Berechnung einfließen, darunter der Umsatz. Alle Firmen räumten die Verstöße ein und bekamen daher zehn Prozent Ermäßigung auf die ursprünglichen Bußgelder eingeräumt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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