Stahl-Größen in Japan vor Fusion: Nippon will Nisshin

Stahl-Größen in Japan vor Fusion
Nippon will Nisshin

Japan ist ein Stahl-Gigant, rund die Hälfte des weltweit produzierten Stahls kommt aus dem Land der aufgehenden Sonne. Doch China Wirtschaft stottert – daher bahnt sich in Japan eine Großfusion an.

TokioMitten in einer massiven Stahlschwemme in Asien will Nippon Steel den kleineren Rivalen Nisshin Steel übernehmen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei bereits unterschrieben worden, teilte Nippon Steel am Montag mit. Ziel sei es, die Beteiligung an Nisshin von derzeit 8,3 Prozent auf 51 bis 66 Prozent auszubauen.

Eine endgültige Entscheidung solle bis Mitte Mai fallen. Beide Unternehmen wollen ihre Stahlproduktion drosseln. Bei Nisshin wird demnach erwogen, einen von zwei Hochöfen im Stahlwerk Kure Works in der Hiroshima-Präfektur zu schließen.

Anleger reagierten begeistert auf die Nachricht einer möglichen Fusion: Die Nippon-Steel-Aktie schloss mit einem Plus von rund zehn Prozent, für die Nisshin-Papiere ging es sogar 15 Prozent nach oben.

Den Stahlkochern in Japan macht die Wirtschaftsabkühlung in China zu schaffen. Die Volksrepublik produziert rund die Hälfte des weltweiten Stahls. Angesichts der geringeren Nachfrage auf dem Heimatmarkt bauten die chinesischen Anbieter im vergangenen Jahr ihre Exporte auf die Rekordmenge von 112,4 Millionen Tonnen aus. Dies brachte die Preise deutlich unter Druck.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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