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25.06.2008 

Die Aufmerksamkeit der Branche richtet sich nun auf den weltgrößten Rohstoffkonzern BHP Billiton. Er bemüht sich seit rund einem halben Jahr um die Übernahme des Konkurrenten Rio Tinto und legt es jetzt darauf an, noch höhere Preise zu erzielen.

BHP-Spartenchef Marcus Randolph sagte gestern, Rio sei es nicht gelungen, die niedrigeren Transportkosten von Australien nach China ausreichend in dem Abschluss zu berücksichtigen. Es koste im Vergleich zu Brasilien 55 bis 60 Dollar je Tonne weniger, das Eisenerz zu verschiffen. Rio ging nach Angaben eines Sprechers von einer Differenz von 40 bis 45 Dollar aus.

Die Analysten von Lehman Brothers zeigten sich aber skeptisch, ob es BHP gelingen werde, noch höhere Preise zu erzielen. Allerdings gehen die Experten davon aus, dass Erz mindestens noch fünf Jahre so teuer bleiben wird wie im Moment.


Rohstoffriesen verdienen prächtig

Verkäufermarkt: Die Rohstoffkonzerne setzen den Stahlherstellern zu. Obwohl sich der Erzpreis seit 2002 fast verdreifacht hat, drohte Rio Tinto schon vor Monaten damit, mehr Erz über den Spotmarkt abzusetzen. Grund: Dort sind die Preise noch höher in Jahresverträgen.

Marktmacht: Die Konzerne Rio Tinto, BHP Billiton und Vale kontrollieren 70 Prozent des weltweiten Erzhandels und können deshalb die Preise diktieren. Mit dem Resultat: Rio Tinto setzte 2007 rund 8,8 Mrd. Dollar mit Eisenerz um, es blieben 2,7 Mrd. Dollar Reingewinn übrig.

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