Stahlbranche
Arcelor Mittal soll US-Werk verkaufen

Das US-Justizministerium hat Arcelor Mittal aus Wettbewerbsgründen zum Verkauf seines US-Werks Sparrows Point bei Baltimore aufgefordert. Sobald das Werk verkauft sei, könne die Fusion Mittals mit Arcelor zum größten Stahlhersteller der Welt genehmigt werden. Für Arcelor Mittal ist es die zweibeste Lösung.

HB WASHINGTON. „Der Verkauf von Sparrows Point stellt sicher, dass der Wettbewerb für Produkte aus Blechwerken im Osten der USA bestehen bleibt“, erklärte das Ministerium am Dienstag. Arcelor Mittal hat den Verkauf eines Werkes in den USA bereits als eventuell nötig bezeichnet. In Sparrows Point können mehr als 500 000 Tonnen Blech im Jahr produziert werden.

Die Anlage im US-Bundesstaat Maryland war bereits im vergangenen Jahr ins Gespräch gekommen. Damals hieß es, dass die US-Kartellbehörden den Thyssen-Krupp-Konkurrenten Mittal Steel im Zuge der milliardenschweren Übernahme von Arcelor entweder einen Verkauf von Sparrows, der Anlage Weirton in West Virginia oder der kanadischen Tochter Dofasco vorschlagen könnte. Der Konzern hätte einen Verkauf des Werks Weirton favorisiert.

Ursprünglich hatte Mittal die Arcelor-Tochter Dofasco an Thyssen-Krupp verkaufen wollen, um die Wettbewerbsbedenken im nordamerikanischen Stahlmarkt zu zerstreuen. Arcelor hatte den Weiterverkauf von Dofasco jedoch im Vorfeld der Fusion mit Mittal mit einer Stiftungslösung zu verhindern gesucht, so dass der Verkauf an den Dax-Konzern auch nach der Fusion nicht zustande kam.

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