Stahlbranche
Klöckner & Co spürt den Abschwung

Der Stahlhändler Klöckner & Co wird vorsichtig fürs kommende Jahr. Grund: der kommende Wirtschaftsabschwung. Nur wenn die Stahlpreise stabil bleiben, könnte Klöckner unbeschadet davonkommen.

HB DUISBURG. Der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) blickt nach einem soliden Dreivierteljahr wegen des Wirtschaftsabschwungs vorsichtig auf das Gesamtjahr und die weitere Entwicklung in 2009. Das Ziel eines operativen Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde nur bei stabilen Stahlpreisen erreicht, teilte das Unternehmen in Duisburg mit. Sollten die Stahlpreise, die in den letzten Wochen deutlich nachgegeben haben, bis in das erste Quartal 2009 weiter zurückgehen, würden weitere Abschreibungen auf den Lagerbestand erforderlich.

KlöCo will weltweit mehr als 500 Arbeitsplätze streichen. Dies geht aus einer am Freitag im Internet veröffentlichten Präsentation des Konzerns hervor. Eine Sprecherin sagte, in Spanien sei mit dem Stellenabbau bereits begonnen worden. Näheres werde Vorstandschef Thomas Ludwig auf einer Telefonkonferenz am Vormittag erläutern. Ende September beschäftigte KlöCo weltweit 10.469 Mitarbeiter. Wegen der unsicheren Geschäftsentwicklung will der Konzern derzeit auch keine weiteren Unternehmen hinzukaufen.

Eine Prognose für 2009 sei vor dem wirtschaftlichen Hintergrund zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Es sei aber davon auszugehen, dass sich die Ertragslage gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr „deutlich verschlechtern“ werde. In den ersten neun Monaten erzielte KlöCo ein operatives EBITDA von 481 Mio. Euro und lag damit um 88,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Befragte Analysten hatten mit 478 Mio. Euro gerechnet.

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