Stahlbranche
Nippon Steel erhöht überraschend Prognose

Gute Nachrichten aus der zuletzt gebeutelten Stahlbranche: Nippon Steel, immerhin der zweitgrößte Stahlhersteller der Welt, blickt trotz eines Gewinnrückgangs im Quartal optimistischer auf sein Gesamtjahr. Grund für den Optimismus sind die Hoffnungen auf sinkende Rohstoffpreise.

HB DÜSSELDORF/TOKIO. Der japanische Konkurrent von ThyssenKrupp und Branchenführer Arcelor-Mittal setzt dabei auf fallende Kosten für Rohstoffe, die sich in Erwartung eines Konjunkturabschwungs weltweit verbilligt haben. Zudem verringerten sich die Ausgaben von den Frachtkosten bis zum Öl insgesamt. Branchenexperten rechnen allerdings damit, dass die Stahlhersteller ihre jüngsten Preiserhöhungen unter den veränderten Marktbedingungen nicht lange durchhalten können und der Einbruch bei den Autoproduzenten deutliche Spuren hinterlassen wird.

Nippon Steel kündigte am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen eine Kürzung seiner Produktion um etwa eine Million Tonnen in den kommenden sechs Monaten bis März an. Davon seien vor allem die Exporte betroffen, die im Gesamtjahr um ungefähr drei Prozent zurückgehen würden.

Der Lieferant von hochwertigem Stahl für Konzerne wie Toyota oder den Baumaschinenhersteller Komatsu erhöhte seine Jahresprognose für den Gewinn vor Steuern und Sonderposten um 24 Prozent auf 560 Mrd. Yen (rund 4,5 Mrd. Euro). Analysten waren bislang von 523 Mrd. Yen ausgegangen. Im zweiten Quartal bis Ende September verbuchte Nippon Steel hier einen Rückgang von 13 Prozent zum Vorjahr auf 118,2 Mrd. Yen (rund 957 Mio. Euro). Mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent hinkte der Aktienkurs des Unternehmens an der Tokioter Börse dem positiven Trend deutlich hinterher, der dem Nikkei-Index einen Höhenflug um 7,7 Prozent bescherte.

Nippons amerikanischer Rivale U.S Steel legte am Dienstag dank höherer Nachfrage und Preise im dritten Quartal einen drei Mal so starken Gewinn als im Vorjahr vor, erwartet aber einen Rückgang der Geschäfte bis Jahresende.

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