Stahlbranche
Salzgitter verzehnfacht Vorsteuer-Profit

Der Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter AG hat im ersten Quartal 2005 dank des weltweiten Stahlbooms bei Ergebnis und Umsatz kräftig zugelegt.

HB SALZGITTER. Das im Nebenwerteindex M-Dax notierte niedersächsische Unternehmen teilte am Freitag mit, der Gewinn vor Steuern habe sich von 26,2 Mill. Euro auf 253,5 Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal fast verzehnfacht. Unterm Strich seien 173 Mill. Euro übrig geblieben nach 20 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der konsolidierte Außenumsatz sei 1,3 Mrd. auf 1,765 Mrd. Euro geklettert.

Für seine Stahl-Sparte geht das Management für dieses Jahr von erheblich steigenden Kosten durch die gestiegenen Preise für Kokskohle und Eisenerz aus. Wegen der verhaltenen Nachfrage nach Produkten aus der Bauindustrie werde die Produktion feuerverzinkter Flachprodukte im zweiten Quartal um rund 100 000 Tonnen reduziert.

Im dritten Quartal werde wegen der geplanten Reparatur eines Hochofens die Rohstahlerzeugung eingeschränkt. Der Ausfall werde durch eine zusätzliche Produktion eines anderen Hochofens und den Zukauf von Stahlbrammen kompensiert.

Für die Sparte Röhren sieht der Konzern aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der hohen Nachfrage eine gute Auslastung der in- und ausländischen Werke. Während sich die Verfügbarkeit von Vormaterial normalisieren dürfte, benachteilige der hohe Euro-Kurs weiterhin das Exportgeschäft. Für die Sparten Handel und Dienstleistungen würden stabile Entwicklungen erwartet.

Für das Gesamtjahr rechnet der Stahlkocher mit einem Vorsteuergewinn (EBT) "im mittleren dreistelligen Millionenbereich". Damit peilt der Konzern an, das Rekordergebnis von 322,8 Mill. Euro aus dem Vorjahr noch zu überbieten.

Die Anleger reagierten auf die hervorragenden Zahlen des Stahlkochers mit massiven Zukäufen. Um 10 Uhr lag das Papier bei 3,2 % im Plus. "Salzgitter ist für mich heute das Thema. Die Zahlen sind sensationell gut."

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